Mi, 17. Oktober 2018

Bei Mäusen entdeckt

07.03.2012 15:42

Forscher finden Antikörper gegen Alzheimer

Britische Forscher haben bei Mäusen eine Art Antikörper gegen Alzheimer entdeckt und damit möglicherweise neue Wege für die Behandlung der Demenzkrankheit, an der weltweit über 35 Millionen Menschen leiden, eröffnet.

Die bei den Nagern gefundenen Antikörper neutralisieren das Alzheimer-Protein Beta-Amyloid, das sich im Gehirn ablagert und dessen Funktion beeinträchtigt, so die Forschergruppe von der Abteilung Zell-und Entwicklungsbiologie am University College London. Sie hat ihre Erkenntnisse nun im US-Fachblatt "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Mit der Entdeckung wachse die "Hoffnung auf eine Therapie und vielleicht die Prävention eines geistigen Verfalls zu Beginn der Alzheimer-Krankheit", erklärte die Hauptautorin der Studie, Patricia Salinas. Bisherige Forschungen haben ergeben, dass obduzierte Gehirne von Alzheimer-Patienten höhere Eiweißablagerungen als sonst üblich enthielten. Warum das so ist, ist noch unklar.

Bereits 2010 war es deutschen Forschern der Universitätsmedizin Göttingen mithilfe einer "Impfung" gelungen, die Alzheimer-Krankheit bei Mäusen zu stoppen (Bericht in der Infobox). Als Wirkstoff war dabei ein Antikörper eingesetzt worden.

Die bis dato unheilbare Alzheimer-Krankheit führt zum Verlust von geistigen Funktionen wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung sowie zum Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen vor allem in der Hirnrinde. Weltweit sind mehr als 35 Millionen - überwiegend ältere - Menschen an Alzheimer erkrankt.

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