ÖH kritisiert Politik

„Der Druck von außen ist völlig deplatziert“

Salzburg
11.10.2023 07:00

Die Studenten der Uni Salzburg kritisieren die Einmischung der Politik in die Rektorcausa. Wie berichtet, droht der Landeshauptmann mit einem Zahlungsstopp.

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer kündigte an, Zuschüsse an die Uni einzustellen. Grund sei die noch ungeklärte Rektornachfolge. Laut Haslauer seien die Zuständigen nicht in der Lage, ein rechtskonformes Rektorat zustande zubringen.

Kritik kommt nun vonseiten der Studierenden: „Landeshauptmann Haslauer soll zurückrudern und klarstellen, dass die Finanzierungen vom Land auch zukünftig sichergestellt sind, unabhängig von der Rektorfrage unserer Universität“, sagt Cedric Keller. Der Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft Uni Salzburg (ÖH) kritisiert die Aussage des Politikers aufs Schärfste.

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Von der Universität fordern wir angesichts der Äußerungen von Landeshauptmann Haslauer, dass diese nicht unkommentiert bleiben.

Cedric Keller, Vorsitzender der ÖH an der Uni Salzburg

Haslauer solle sich aus den Belangen der Uni raushalten. Denn nur der Senat sollte eine Entscheidung treffen. „Politische Einflussnahmen oder das Ausüben von Druck von außerhalb sind daher völlig deplatziert“, betont Keller.

Haslauer fragt sich, ob Geld gut angelegt ist
Doch für Haslauer gehe es nicht um eine Einmischung, sondern um Schadensbegrenzung. „Da muss man sich die Frage stellen, ob wir wirklich eine Einrichtung finanzieren wollen, für die wir eigentlich nicht zuständig sind. Und es stellt sich die Frage, ob das Geld gut angelegt ist“, sagt Haslauer. Seit 2016 investierte das Land 29 Millionen Euro an die Hochschule. Exklusive Beiträge und Förderungen.

Aktuell leiten die Vizerektoren Martin Weichbold und Nicola Hüsing die Uni. Hendrik Lehnert schied mit 30. September aus seinem Amt. Wann ein Nachfolger bestimmt wird, ist noch unklar. Im Rennen sind neben ihm noch Viola Heutger und Martin Hitz. Der Unisenat will in seiner nächsten Sitzung am 17. Oktober über die Zukunft der Hochschule beraten. Möglich wäre nicht nur, dass sich die Wahl weiter in die Länge zieht. Die Rektorcausa könnte im Falle keiner Einigung auch vor dem Bundesverwaltungsgericht landen.

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