Abtreibungen

Wallner auf der Suche nach dem Mittelweg

Vorarlberg
26.09.2023 17:30

Die Frage, wo in Vorarlberg künftig Abtreibungen durchgeführt werden, sorgt weiterhin für heiße Diskussionen. Landeshauptmann Markus Wallner ist bei Abtreibung für eine Privatleistung außerhalb der Vorarlberger Landeskrankenhäuser. 

Zur Vorgeschichte: Der Bregenzer Privatarzt, der Abtreibungen in Vorarlberg bisher vorgenommen hat, wird demnächst in Pension gehen. Den Überlegungen des Landes zufolge sollen diese zukünftig im Personalwohnheim neben dem Bregenzer Landeskrankenhaus vorgenommen werden. Bis diese Lösung umgesetzt werden kann, wird allerdings noch ein Jahr vergehen.

Vorschläge, Abtreibungen vorübergehend im Spital durchzuführen, sorgten unlängst für harsche Kritik der Abtreibungsgegner. Doch auch die Befürworter einer Variante in den Landeskrankenhäusern melden sich lautstark zu Wort und werden in Bregenz sowohl am Donnerstag (17 Uhr vor dem Landhausvorplatz) als auch am Sonntag (15 Uhr am Parkplatz Seestadt ) Kundgebungen abhalten.

„Niemals Gratis-Kassenleistung“

Landeshauptmann Markus Wallner sprach am Dienstag von einer stark polarisierenden Diskussion. „Lebensschutz und Fristenregelung unter einen Hut zu kriegen ist keine leichte Aufgabe.“ Mit einer Privatpraxis in Bregenz habe es bisher aber eine Lösung gegeben, mit der aus seiner Sicht Vertreter beider Seiten leben konnten. Und so soll dieser Mittelweg auch weiter gegangen werden. „Die Durchführung der Fristenregelung ist in einer Ordination außerhalb des Spitals als Privatordinationsleistung möglich, niemals als Gratis-Kassenleistung“, stellte Wallner klar.

(Bild: Mathis Fotografie)

Die Arbeit daran, dies auch weiter zu ermöglichen, sei im Gange. Jetzt gelte es, sich darum zu kümmern, dass diese private Ordinationsleistung im Land - außerhalb des Spitals angeboten werden könne. Dass bis Ende 2024, also bis zur Fertigstellung der geplanten Praxis im Personalwohnheim neben dem Krankenhaus Bregenz, durchgehend Abtreibungen in Vorarlbergangeboten werden können, wollte der Landeshauptmann am Dienstag aber nicht garantieren.

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