Im Podcast

Finanzminister Brunner will nicht Bischof sein

Vorarlberg
21.05.2024 08:08

„Finance Friday“ heißt der Podcast von Magnus Brunner. In den Folgen 89 und 90 kommt auch der „Finanzminister der Bischöfe“ zu Wort.  

Vorarlbergs Bischof Benno Elbs hat nicht nur in der Diözese Feldkirch das Sagen, seit 2021 ist er auch Vorsitzender der Finanzkommission der österreichischen Bischofskonferenz. Nicht nur privat, sondern auch beruflich haben der weltliche und der geistliche Finanzminister immer wieder miteinander zu tun.

Seinen Schreibtisch will Magnus Brunner nicht mit Benno Elbs tauschen. (Bild: Zwefo)
Seinen Schreibtisch will Magnus Brunner nicht mit Benno Elbs tauschen.

Das Verhältnis der beiden Finanzchefs ist – wie im Podcast zu hören – recht gut. „Wir sind freundschaftlich miteinander verbunden. Meine Frau und ich wurden von Benno Elbs getraut, unsere Kinder von ihm getauft“, verrät Magnus Brunner. „Beruflich sind wir nicht so eng verbunden, aber das kann sich noch ändern.“

Sollte dies zum finanziellen Wohl der Kirche sein, wäre der Bischof sofort einverstanden. „Ich bin immer dankbar, wenn die Kirche mehr Geld vom Staat bekommt“, meint er mit einem Lachen. Doch so schnell lässt sich der Finanzminister die Euro nicht aus der Tasche ziehen: „Und ich bin dankbar, wenn die Kirche weniger braucht“, antwortet Magnus Brunner prompt.

Rahmenbedingungen für glückliches Leben
Die größte Gemeinsamkeit ihrer beiden Berufe sei, dass sie nicht nur mit Geld zu tun hätten. „Wir haben beide mit Menschen zu tun“, stellt Brunner klar. Auch der Sinn der Aufgabe sei ähnlich, denn es gehe um das Gemeinwohl und Gerechtigkeit. „Der Mensch muss glücklich leben können, dafür schaffen wir die finanziellen Rahmenbedingungen“, ergänzt Benno Elbs.

Jobtausch, aber nur zeitlich begrenzt
Ob er sich vorstellen könnte, den Job mit Magnus Brunner zu tauschen? „Für zwei, drei Monate würde ich das schon mal ausprobieren“, meint der Oberhirte. Allerdings würde er es gerne bei einem kurzen Tausch belassen, da es keinen schöneren Beruf als seinen gebe. „Und für die Republik Österreich ist es wohl auch besser, wenn Magnus Brunner Finanzminister ist.“

Der hingegen will nicht auch nicht monatsweise ins Bischöfliche Palais nach Feldkirch ziehen, um seinen Job mit jenem von Benno Elbs zu tauschen. Seine Begründung: Niemand könne ja nur für drei Monate Bischof sein.

Eine Steilvorlage für den durchaus mit etwas schwarzen Humor gesegneten Bischof, der sich sogleich zu dem Satz hinreißen lässt: „Das ist der Vorteil in der Politik. Da kann man auch mal drei Monate Minister sein!“

Brunner lacht und gibt zu: „Ja, das hat es auch schon gegeben. Die Haltbarkeitszeit eines österreichischen Finanzministers ist ja nicht wahnsinnig lang, aber immer noch besser als in England.“

Podcast Finance Friday

Die erste der beiden Folgen von „Finance Friday“ mit Benno Elbs ist bereits online verfügbar, die zweite Folge erscheint am kommenden Freitag, 24. Mai.

Während des netten Geplänkels der beiden freundschaftlich miteinander verbundenen Herrn erfährt der Hörer auch, wie es um die Budgets der Kirche bestellt ist und wofür der Kirchenbeitrag verwendet wird. Ein durchaus hörenswerter Podcast.

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