Die Greuel der NS-Zeit dürfen nicht vergessen werden: In Neusiedl am See erinnerte man jetzt mit der Anbringung einer Gedenktafel.
Bis 1938 betrieb die Familie von Jakob und Rosa Rosenfeld eine sehr gut gehende Getreidemühle in Neusiedl - das heutige Gebäude des Landwirtschaftlichen Bezirksreferats in Neusiedl am See. Während des Krieges wurden die Rosenfelds von den Nationalsozialisten enteignet, die Familie floh ins Ausland, wo sie der Krieg allerdings trotzdem einholte.
Alle bis auf Rosa und ihre Tochter überlebten den Krieg nicht. Nach ihrer Befreiung aus einem Arbeitslager, kam Rosa Rosenfeld aber nach Österreich zurück und ließ sich in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod auch blieb. 1956 wurde das Haus an die Familie zurückerstattet. Die Rosenfelds verkauften es an die Landwirtschaftskammer.
Am Montag wurde eine Gedenktafel enthüllt, die auf eine Initiative von John Dutton-Rosenfeld, dem Enkel der früheren Hausbesitzer, zurückgeht. Organisiert wurde die Anbringung der Tafel von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft gemeinsam mit dem Verein Neusiedler Stadtarchiv.
Denn: Die Greuel, die damals passierten dürfen nicht vergessen werden. Die Website der Tafel gibt es unter http://rs.forschungsgesellschaft.at. Vor Ort befindet sich ein QR-Code, der direkt auf die Homepage führt. Die Texte sind über die Webseite auch mittels Audiofiles abhörbar.
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