05.02.2012 21:04 |

Eishockey-Liga

Vienna Capitals der große Sieger der Quali-Runde

Die Vienna Capitals waren am Sonntag der große Sieger in der Qualifikationsrunde der Erste Bank Eishockey Liga. Die Wiener feierten in Znojmo einen 4:2-Sieg und meldeten sich damit im Kampf um die letzten zwei Plätze im Viertelfinale zurück.

Die "Caps" (7 Punkte) liegen vor den noch ausstehenden drei Partien nur noch zwei Punkte hinter Znojmo und dem Villachder SV (je 9) sowie einen Zähler hinter Graz (8). Znojmo und Graz haben zudem ein Spiel mehr ausgetragen. Die Graz 99ers verloren beim bereits chancenlosen Schlusslicht Jesenice mit 3:4 und vergaben damit die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen.

Black Wings verlieren in Laibach
In der Platzierungsrunde kassierte Tabellenführer Black Wings Linz mit einem 3:6 bei Olimpija Ljubljana die zweite Niederlage in Folge, sicherte sich aber Heimvorteil im Viertelfinale. Die Oberösterreicher haben damit nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Medvescak Zagreb, das den KAC in einem Freiluftspiel mit 3:0 schlug. Titelverteidiger Red Bull Salzburg musste sich bei Fehervar mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben.

HC Znojmo - Vienna Capitals 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)
Die Capitals holten auch im dritten Saisonspiel bei HC Znojmo dank einer guten Defensivleistung vor dem starken Torhüter Reinhard Divis zwei Punkte. Mit einem perfekten Unterzahlspiel überstanden die Wiener im Startdrittel zwei Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis (12.) und gingen wenig später durch einen Schuss von Jon Insana ins kurze Kreuzeck in Führung (17.). Mit einem herrlichen Treffer erhöhte Marcel Rodman nach Vorarbeit von Filip Gunnarsson auf 2:0 (29.).

Danach rückte Divis immer mehr in den Mittelpunkt, war zunächst aber nicht zu bezwingen. Ein kurioser Treffer brachte den Gästen in Unterzahl sogar Tor Nummer drei. Torhüter Ondrej Kacetl traf bei seinem Versuch zu klären nur einen Schiedsrichter, Jonathan Ferland beförderte den Puck ins leere Tor (35.). Znojmo machte weiter Druck, im Konter machte Daniel Nageler (45.) aber alles klar. David Bartos 27 Sekunden später und Martin Planek machten die Partie in der Schlussphase noch einmal spannend, die Capitals ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen.

Zagreb - KAC 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Rekordmeister KAC hängt in der Platzierungsrunde weiter am Tabellenende fest. Bei Temperaturen von minus zehn Grad verloren die viel zu harmlosen Klagenfurter vor 4.500 Zuschauern in der Salata-Arena 0:3. Die Kärntner haben nun zwei Zähler Rückstand auf den fünftplatzierten Titelverteidiger Salzburg.

Die Gäste gerieten gegen den Tabellenzweiten durch einen sehenswerten Treffer von Zanoski (8.) ins Hintertreffen und hatten vor dem zweiten Gegentor durch Sertich (38.) bei einem Lattenschuss von Reichel Pech. Die aggressiver auftretenden Kroaten ließen auch im Schlussabschnitt keinen Gegentreffer zu, in der Schlussminute bekamen sie nach einem Abwehrfehler noch den dritten Treffer durch Kinasewich geschenkt. Somit feierte Zagreb im sechsten Saisonduell mit den Kärntnern den bereits fünften Sieg.

Fehervar - Red Bull Salzburg 4:3 n.P. (2:1, 0:1, 1:1/0:0, 1:0)
Meister Salzburg konnte am Sonntag nicht an das 4:1 gegen Tabellenführer Linz anknüpfen, holte in Szekesfehervar aber immerhin einen Punkt. Die "Bullen" verloren gegen die Ungarn 3:4 nach Penaltyschießen und mussten damit im Kampf um einen der ersten vier Plätze einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Zudem misslang die Revanche für die 1:7-Heimpleite gegen Fehervar vor zwei Wochen im Volksgarten.

Daniel Welser sorgte vor 3.200 Zuschauern zunächst für einen vielversprechenden Auftakt der Salzburger und nutzte in der vierten Minute einen Abpraller zum frühen 1:0. Balasz Lada (8.) und Czaba Kovacs (18.) trafen jedoch noch vor Drittelende zur Zwischenführung der Ungarn. Robert Earl (32.) im Mittelabschnitt und Ramzi Abid (49.) nach einem weiteren Gegentreffer im Schlussabschnitt glichen für die Gäste aber wieder aus. Beim Stand von 3:3 hatten beiden Teams mehrfach die Entscheidung am Schläger, diese fiel nach torloser Verlängerung erst im Penaltyschießen zugunsten der Ungarn.

HK Jesenice - Graz 99ers 4:3 (3:1, 1:1, 0:1)
Einen bitteren Rückschlag im Kampf um die letzten zwei Plätze im EBEL-Viertelfinale gab es für die Graz 99ers. Die Steirer mussten sich in Jesenice beim bereits chancenlosen Schlusslicht der Quali-Runde mit 3:4 geschlagen geben. Statt die Tabellenführung im unteren Play-off zu übernehmen, stecken die Grazer nach der dritten Niederlage in Folge weiter auf dem dritten Platz fest.

Die Grazer gerieten schon im ersten Drittel in Rückstand. Manuel Ganahl (11.) schaffte zwar nach einem frühen Tor von Tomi Hafner (5.) den Ausgleich, doch Branislav Bendik (12.) und neuerlich Kapitän Hafner schossen die Slowenen mit 3:1 in Führung. Olivier Latendresse brachte die Steirer wieder heran (22.), Antti Pusa stellte aber den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (34.). Im Schlussdrittel spielten die Grazer meist in Überzahl, doch erst das vierte Powerplay brachte durch Bradley Schell auch den Anschlusstreffer (52.). Da ein weiteres Überzahlspiel ohne zählbaren Erfolg blieb, kassierten die 99ers erstmals seit genau zwei Jahren wieder eine Niederlage in Jesenice.

Olimpija Ljubljana - Black Wings Linz 6:3 (2:3, 1:0, 3:0)
Die Black Wings aus Linz sind am Wochenende gleich zwei Mal gestoppt worden. Nach acht Siegen in Folge ging der überlegene Tabellenführer der Platzierungsrunde in beiden Spielen leer aus. Nach dem 1:4 am Freitag gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg mussten sich die Oberösterreicher am Sonntag bei Olimpija Ljubljana mit 3:6 geschlagen geben.

Die Slowenen gingen durch Scott Hotham früh in Führung (6.), doch die Linzer schlugen ebenso schnell zurück. Justin Keller traf zum Ausgleich (9.), 67 Sekunden später brachte Brian Lebler die Oberösterreicher in Führung. Nach dem 3:1 neuerlich durch Brian Lebler hatten die Linzer aber ihr Pulver verschossen. Hotham mit zwei weiteren Treffern (20./PP und 47.), Miha Verlic mit einem verwandelten Penalty (38.), Ziga Pance im Powerplay (48.) und Justin Taylor mit einem Treffer ins leere Tor (60.) sicherten den Slowenen den vierten Sieg im vierten Heimspiel der Zwischenrunde.

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