Teamchef Fabio Capello hatte Terry bisher den Rücken gestärkt und seinen Starverteidiger für unschuldig erklärt - solange, bis das Gegenteil bewiesen ist. Terry soll im Oktober beim Ligaspiel gegen die Queens Park Rangers (0:1) Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben. Der 31-Jährige hat vor Gericht bereits seine Unschuld betont, der Prozess wird allerdings erst am 9. Juli fortgesetzt. Terry wird damit zumindest die EM im Juni in Polen und der Ukraine unbescholten bestreiten.
Als Kapitän der "Three Lions" ist der Chelsea-Star aber offenbar nicht mehr tragbar. Zu diesem Schluss sei laut BBC-Angaben ein Großteil des FA-Vorstandes gekommen. Terry soll bei der EM ausgerechnet mit Anton Ferdinands älterem Bruder Rio Ferdinand von Meister Manchester United die Innenverteidigung bilden.
Nicht Terrys erster Verlust der Binde
Terry hatte im Februar 2010 bereits einmal die Kapitänsbinde verloren. Zu dieser Zeit war eine Affäre mit der damaligen Freundin seines Teamkollegen Wayne Bridge publik geworden. Bridge hat seither nie wieder im englischen Nationalteam gespielt, verzichtete sogar auf die WM-Teilnahme in Südafrika. Bei der glücklosen Endrunde fungierte Liverpools Steven Gerrard als Kapitän, bis Terry 13 Monate später von Capello wieder eingesetzt wurde. "Ein Jahr Strafe ist genug", meinte der Italiener damals.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.