Reichelt Dritter

Altmeister Cuche auch in Garmisch nicht zu biegen

Sport
28.01.2012 13:19
Er wird offenbar immer besser, je älter er wird: Nach seinem Triumph in Kitzbühel am vergangenen Wochenende war Altmeister Didier Cuche (37) auch am Samstag bei der wegen Nebels stark verkürzten Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen nicht zu biegen. Mit der Bestzeit von 1:09,10 Minuten holte er sich nicht nur seinen 20. Weltcupsieg, sondern auch die Führung im Abfahrtsweltcup. Erik Guay landete mit 0,27 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, bester ÖSV-Läufer wurde Hannes Reichelt (+0,30) als Dritter.

"Meine Linienwahl war sicher nicht schlecht", freute sich Cuche im Zielraum. "Sicher habe ich auch ein wenig Glück gehabt, dass ich auf der Strecke nicht so schlimme Schläge erwischt habe wie die anderen Läufer." Den Sieg holte sich Cuche wohl mit einer fehlerfreien Fahrt in der Traverse. Nach dieser lag er bei der Zwischenzeit 59 Hundertstel voran. Wenngleich der Vorsprung bis ins Ziel auf 27 Hundertstel schmolz - zu schlagen war der Schweizer Routinier wieder einmal nicht.

Auch nicht vom Kanadier Guay, der in Garmisch wie gewohnt ein starkes Rennen fuhr und auf dem zweiten Rang landete. "Ich komme immer wieder gerne hierher nach Garmisch, es läuft da immer gut für mich. Dabei weiß ich gar nicht, was mich hier immer so entspannt auftreten lässt", so Guay.

Reichelt nur drei Hundertstel hinter Guay
Der mit Startnummer 14 ins Rennen gegangene Reichelt ließ Guay, der sich unmittelbar vor ihm die Piste hinuntergestürzt hatte und in Führung gegangen war, lange Zeit zittern, lag bei der letzten Zwischenzeit noch acht Hundertstel vor dem Kanadier. Letztendlich aber wies er einen Rückstand von drei Hundertstel auf Guay auf - am Ende belegte Reichelt Platz drei. "Die drei Hundertstel kann man vom Start bis ins Ziel überall finden. Aber so ist es im Sport. Vor allem wenn die Strecke so kurz ist", erklärte Reichelt.

Kröll mit Platz acht "ganz zufrieden"
Zweitbester Österreicher wurde Klaus Kröll. Er landete mit einem Rückstand von fünf Zehntel auf Rang acht. "Mit meiner Fahrt bin ich eigentlich zufrieden. Ich hab eigentlich alles gut erwischt, aber es ging halt extrem eng zu heute. So eine Fahrt wie vom Didier habe ich mit der Nummer nicht mehr für möglich gehalten", meinte der bullige Steirer im Zielraum.

Joachim Puchner (+0,61) komplettierte auf Platz zehn das mannschaftlich durchaus ansehnliche Ergebnis des ÖSV.

Der US-Amerikaner Bode Miller ging erst als 46. ins Rennen, weil er zur Startnummernvergabe zu spät gekommen war. Miller schaffte es nicht einmal in die Top 30.

Das Ergebnis:

RangLäuferNationZeit
1CUCHE DidierSUI1:09.10
2GUAY ErikCAN1:09.37
3REICHELT HannesAUT1:09.40
4INNERHOFER ChristofITA1:09.49
4SPORN AndrejSLO1:09.49
6PARIS DominikITA1:09.53
7CLAREY JohanFRA1:09.54
8KRÖLL KlausAUT1:09.60
9THEAUX AdrienFRA1:09.65
10KÜNG PatrickSUI1:09.71
10PUCHNER JoachimAUT1:09.71
12HUDEC JanCAN1:09.74
13FILL PeterITA1:09.83
14GISIN MarcSUI1:09.85
15FRANZ MaxAUT1:09.87
15FAYED GuillermoFRA1:09.87
17JANKA CarloSUI1:09.89
18ZURBRIGGEN SilvanSUI1:09.99
19JANSRUD KjetilNOR1:10.01
20BAUMANN RomedAUT1:10.02
21SANDER AndreasGER1:10.14
22DEFAGO DidierSUI1:10.18
23THOMSEN BenjaminCAN1:10.20
23FEUZ BeatSUI1:10.20
25PRIDY ConradCAN1:10.26
25GRUENENFELDER TobiasSUI1:10.26
27GANONG TravisUSA1:10.31
28SULLIVAN MarcoUSA1:10.32
29STREITBERGER GeorgAUT1:10.33
30HOFFMANN AmbrosiSUI1:10.37

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