Die Marienschiffsprozession, die am 15. August nach langer Tradition über den Wörthersee führt, findet statt. Wegen des Hochwassers galt ein Fahrverbot für motorbetriebene Boote und Schiffe - eine Tatsache, welche die Wörtherseeschifffahrt hart traf und auf Unverständnis stieß. Am Mittwochnachmittag fiel dann eine gegenteilige Entscheidung: Das Fahrverbot wurde aufgehoben, jedoch Tempolimits eingeführt.
Gute Nachrichten gibt es nun für den Wörthersee: Auch die Schiffsprozession am 15. August wird stattfinden. Karten gibt es ab sofort unter 0676 87722778.
Alljährlich zu Mariä Himmelfahrt thront die Muttergottesstatue auf einem festlich geschmückten Wörtherseeschiff, zwei weitere mit vielen Pilgern folgen ihr. Im Gebet, mit Gesang und Musik wird die außergewöhnliche Prozession begangen, die auf 1954 zurückgeht. Damals wurde aus dem portugiesischen Wallfahrtsort Fatima eine Marienstatue für die Klagenfurter Kirche St. Josef gebracht. Um ihr Ankommen noch festlicher zu gestalten, wurde die Muttergottes per Schiff von Velden nach Klagenfurt gefahren, vom Ufer trug man sie in einer Lichterprozession zur Kirche. Die Gläubigen waren derart begeistert von der Marienschiffsprozession, dass diese alljährlich zu Mariä Himmelfahrt organisiert wird. Doch heuer fällt die Prozession aus.
Touristische Katastrophe für die Schifffahrt abgewendet
Die Wörtherseeschifffahrt durfte mit keinem der Schiffe ausfahren - bis Mittwoch um 14 Uhr eine neue Entscheidung kundgetan wurde: Das Fahrverbot wurde aufgehoben, jedoch ein Tempolimit eingeführt. Für alle Motorfahrzeuge gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h am gesamten See. Ausgenommen sind Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Wasserrettung, Bundesheer, sowie Schiffe oder Boote der Linienschifffahrt. Ebenso seien Fahrrouten so zu wählen, dass der Wellenschlag bestmöglich reduziert wird.
„Wir haben, als wir nicht ausfahren durften, die Schiffe gereinigt und die Kärnten in der Ostbucht als Schiffscafe stehen lassen. Aber die Situation war katastrophal. So kann man mit dem Tourismus nicht umgehen! Es war ja nicht Gefahr in Verzug. Andere Seen, die genauso einen hohen Pegelstand haben, waren ja auch nicht gesperrt. Nur am Wörthersee durfte man nicht mit Schiffen fahren“, ärgert sich Franz Huditz von der Wörtherseeschifffahrt.
Man sei vollkommen im Ungewissen gelassen worden von der Behörde. „Niemand wusste, wie es weitergeht.“ Nun aber dürfen die Schiffe wieder fahren.
Weiterhin verboten bleibt jedoch das Schleppen von Personen am See, also Fahrten auf der Banane, auf Ringen oder anderen Spaßgeräten. Wellensurfen und Fallschirm-Fahrten sind ebenso weiterhin untersagt.
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