10.01.2012 12:21 |

Lorbeeren kassieren

So holst du dir vom Chef die verdiente Anerkennung

Du weißt, dass du deinen Job gut, ja sogar sehr gut erledigst. Und dennoch kommt deinem Chef nie ein Wort des Lobes über die Lippen. Mit diesem Problem stehst du nicht allein da, noch immer ist die aktive Feedbackkultur in Österreich sehr mangelhaft ausgeprägt. Wenn man sich nicht selbst motiviert, bekommt man von außen meist nur wenige Impulse. Wie du dir von deinem Chef dennoch die verdiente Anerkennung holen kannst, erfährst du hier.

Warum lobt mein Chef nie?
Feedback zu geben bzw. zu loben ist etwas, das nur gute Führungskräfte können. Oft haben Vorgesetzte das Gefühl, sich durch Lob in ihrer Position zu schwächen. Das gilt speziell für jene Vorgesetzten der "alten Garde", die einen autoritären Führungsstil pflegen. Charakteristisch für diese Chefs ist, dass du bei Fehlern natürlich immer sofort Rückmeldung bekommst. Kritik spricht sich wesentlich leichter aus als Lob. Und gute Arbeit ist ja ohnehin selbstverständlich, oder?

Der Begriff "Anerkennung" beinhaltet die Fähigkeit anzuerkennen, dass auch jemand anderer Fähigkeiten hat, die fürs Unternehmen wertvoll sind, und dass auch jemand anderer gute Arbeit leistet. Und genau da liegt der Knackpunkt: Wenn ich als Vorgesetzter zugebe, dass auch jemand anderer gut ist, mache ich mich damit nicht ein Stück weit schlechter, angreifbar?

Was diese Chefs noch nicht verstanden haben, ist, dass Lob einen Mitarbeiter motiviert. Wer hört denn nicht gern, dass er etwas gut gemacht hat? Dass er einen wichtigen Beitrag geleistet hat? Dass man froh ist, ihn im Team zu haben? Denn durch das positive Feedback steigt die Loyalität des Mitarbeiters dem Vorgesetzten gegenüber. Er fühlt sich wertgeschätzt und in einer sicheren Position - und arbeitet dadurch produktiver, ist auch bereit, mehr an Leistung zu erbringen.

Wie bekomme ich Lob?
Wie bringst du nun deinen Chef dazu, dir auch über gute Leistungen Rückmeldung zu geben? Da gibt's leider nur eins: Einfordern! Klassische Gelegenheiten dazu bieten sich im Mitarbeitergespräch, das mittlerweile schon in vielen Unternehmen zumindest einmal jährlich stattfindet. Im Rahmen dieses Gesprächs sollte es die Möglichkeit geben, dass auch du deinem Chef einmal Feedback gibst und Wünsche an ihn formulierst. Du kannst deinem Chef beispielsweise für seine fachliche Unterstützung danken und als Wunsch an ihn formulieren, dass du gerne sein Feedback nicht nur bei Fehlern hättest, sondern auch, wenn etwas gut funktioniert hat.

Weiters kannst du bei erfolgreich erledigten Aufgaben den Chef kurz informieren und ihn aktiv zu einer Rückmeldung, zum Beispiel in Form einer E-Mail, einladen: "Projekt A ist eine Woche vor Plan abgeschlossen worden – was sagen Sie dazu?" Willst du das nicht schriftlich machen, ergeben sich manche Gelegenheiten auch in Meetings, in Kaffeepausen oder beim Mittagessen.

Bis die Feedbackschleife automatisch funktioniert, ist es meist ein langer Weg. Daher solltest du deine Erfolge auch für dich selbst feiern und dich damit selbst motivieren. Die Anerkennung kannst du dir übrigens auch von Kollegen holen – man plaudert ja schließlich über alles Mögliche in seinen Pausen, und kann sich so gegenseitig sehr gut aufbauen. (Mehr Infos zum Thema Selbstmotivation findest du auch in der Infobox.)

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