Speerwerferin Victoria Hudson hat mit Bronze für die neunte österreichische Medaille bei den European Games gesorgt. Denn neben der Team-Entscheidung werden in Polen auch Einzelmedaillen vergeben. Die 27-jährige Leichtathletin hatte am Donnerstag ihren Bewerb in Division 3 mit 60,27 m gewonnen, am gleichen Tag in Division 2 war nur die Lettin Lina Müze mit 62,38 m besser. Am Sonntag schob sich da lediglich die Tschechin Nikola Ogrodnikova mit 61,75 m dazwischen.
Da Hudson schon abgereist ist, erhält das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) die in weiterer Folge an Hudson zu übermittelnde Medaille. Die Medaillenvergabe über die Divisionen hinweg ist umstritten, da naturgemäß zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Wettkämpfen nicht die gleichen Bedingungen herrschen. Zumindest der Schauplatz in Chorzow ist aber der gleiche.
Freilich hatte Hudson einen Vormittagswettkampf, ihre Konkurrentinnen in höheren Divisionen hatten einen am Nachmittag. Hudson: „Das gibt mir schon Selbstvertrauen.“ Die Niederösterreicherin sprach jedenfalls von der ungewöhnlichsten Medaille ihrer Karriere: „Aber besser so als gar keine Medaille. Es ist gut zu wissen, dass alle Top-Werferinnen in Reichweite sind.“ Am Freitag tritt der Schützling von Gregor Högler beim Diamond-League-Meeting in Lausanne an.
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