Besonderer Gast

„Krone“-Leser filmt Riesen-Dolchwespe im Garten

Österreich
20.06.2023 16:47

Dolchwespen lassen sich derzeit seit mehr als 100 Jahren wieder in Österreich blicken. Umso überraschter war ein „Krone“-Leser wohl, in seinem eigenen Garten in Krenglbach (Oberösterreich) eine zu haben. Er filmte den seltenen Gast und schickte das Video an die Redaktion.

Darin sitzt die Dolchwespe auf Blumen und lässt sich nicht stören. Die Rotstirnige Dolchwespe oder Gelbköpfige Dolchwespe ist mit bis zu 4,5 Zentimetern Körperlänge die größte Wespenart Europas. Ihre auffälligsten Merkmale sind darüber hinaus die leicht rötlichen Borsten am Hinterkopf, wie der Naturschutzbund auf seiner Webseite beschreibt. Sie wird manchmal mit der Borstigen Dolchwespe verwechselt, die zwar ebenfalls einen schwarzen Körper mit gelber Zeichnung hat, sich jedoch durch den schwarzen Kopf und eine geringere Körpergröße unterscheidet.

Im Regelfall harmlos
Die Dolchwespenweibchen besitzen einen Stachel, sind aber im Regelfall harmlos. Sie dürfen sich nur nicht bedrängt fühlen. Das seltene Tier steht außerdem unter Artenschutz, darf also nicht getötet werden. In Europa gibt es nur zwei Arten, ursprünglich kommen die Tiere vor allem in Südeuropa vor, wie in Italien, Spanien und Griechenland. Dort lassen sie sich vor allem in den Sommermonaten blicken, im Winter sind sie verpuppt. In Österreich können die Tiere, die Nektar fressen, speziell an blauen und rotblauen Blüten entdeckt werden. Wie das Video zeigt, stören sie aber auch lila Blüten nicht.

„Da die Art in Österreich nach wie vor sehr selten und die Flugzeit sehr kurz ist, ist es nahezu unmöglich, sie durch aktive Suche zu finden“, sagte Dominique Zimmermann vom Naturhistorischen Museum Wien. Wenn aber viele Menschen die Augen offen halten würden, sei der „Erfolg gewiss.“ In den vergangenen Jahren wurden zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrhundert einzelne Exemplare in Wien und Niederösterreich gesichtet.

Sichtungen melden
Sichtungen können übrigens auf der Citizen-Science-Plattform naturbeobachtung.at oder der gleichnamigen App gemeldet werden. Fachleute helfen dann bei der genauen Bestimmung des Tieres und bekommen ihrerseits Informationen zur Verbreitung.

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