Streit ums Geld

Theaterensemble „Unpop“ kehrt Dornbirn den Rücken

Vorarlberg
13.06.2023 08:00

Das Verhältnis zwischen den Theatermachern Caro Stark und Stephan Kasimir und der Stadt Dornbirn scheint endgültig zerrüttet. „Unpop“ wird nun neue Wege beschreiten. Welche, ist noch ungewiss.

Es gab schon mal schönere Abschiede als diesen: Seit Jahren haben Caro Stark und Stephan Kasimir regelmäßig für Theaterproduktionen im Kulturhaus Dornbirn gesorgt, nun ist Schluss. Wie kam’s? Laut Stark habe Kulturamtsleiter Roland Jörg heuer die Hälfte des Fördergelds der Stadt (insgesamt 20.000 Euro) „nicht ausbezahlt“. Das wollte er angeblich nur dann machen, wenn „Unpop“ zugesagt hätten, ausschließlich in Dornbirn Theater zu spielen. Das wollten „Unpop“ aber nicht. Schon alleine deshalb, weil die Produktionen in Dornbirn kaum zu finanzieren gewesen seien.

Stephan Kasimir und Caro Stark sind nun auf der Suche nach einer neuen Heimat. (Bild: mathis.studio)
Stephan Kasimir und Caro Stark sind nun auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Stadt hat andere Sicht auf die Dinge
„Von den 20.000 Euro Förderung mussten wir für jede Produktion zwischen 10.000 und 15.000 Miete für das Kulturhaus und somit an die Stadt Dornbirn zahlen.“ Eine Kooperation mit Kulturveranstalter „Caravan“ in Lustenau sei allein schon aus finanziellen Gründen notwendig. „Es geht nicht, dass wir exklusiv in Dornbirn bleiben und die Stadt so wenig zahlt.“

Dornbirns Kulturamtsleiter Roland Jörg das „Alleinstellugsmerkmal“ von „Unpop“ auf der Kulturhaus-Hinterbühne nicht mehr gegeben. (Bild: mathis.studio)
Dornbirns Kulturamtsleiter Roland Jörg das „Alleinstellugsmerkmal“ von „Unpop“ auf der Kulturhaus-Hinterbühne nicht mehr gegeben.

Dass das Verhältnis zwischen „Unpop“ und Stadt zerrüttet ist, zeigt auch ein Statement von Kulturamtsleiter Roland Jörg. Dieser spricht von Spielplanänderungen durch „Unpop“, der Verlegung von Stücken vom Kulturhaus ins Freie und von geplatzten Gesprächen.

Unpop-Termine

„Die Politiker“ von Wolfram Lotz:

Am 7., 8. und 12. August in Bregenz, und am 9. und 10. August in Lustenau (Freiluft-Event).

Gelegentliche Engagements?
Dornbirn würde es nun „anerkennen“, dass „Unpop“ auch andere, „weniger kostenintensive Spielstätten suchen würden.“ Die Exklusivität ist aber für Jörg unter diesen Umständen nicht mehr gegeben. Das Angebot für „fallweise“ Engagements des Ensembles würde aber stehen. Fraglich, ob aus dieser verfahrenen Situation nochmal eine fruchtbare Partnerschaft entstehen kann. Entmutigt wirkt Caro Stark aber keineswegs: „Es hat uns vor Unpop gegeben, es wird uns nach Unpop geben. Wir sind nun auf der Suche.“ 

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