Österreichs Teamkapitän Nikola Bilyk steht vor seinem dritten Meistertitel mit dem THW Kiel in Deutschland. Nach einer Selbstfindungsphase blüht der 26-Jährige wieder auf.
„Im Sport sind schon viele verrückte Dinge passiert!“ Österreichs Teamkapitän Nikola Bilyk wollte sich vorab noch nicht zu seinem dritten Meistertitel mit dem THW Kiel in der besten Handball-Liga der Welt gratulieren lassen. Dass heute in der letzten Runde in Göppingen ein Zwei-Punkte-Vorsprung und eine um 37 Treffer bessere Tordifferenz gegenüber Magdeburg (daheim gegen Wetzlar) verspielt wird, ist freilich denkunmöglich. „Es ist eine besondere Saison, weil lange fünf Teams vorne mitmischten!“ So auch Berlin mit Bilyk-Landsmann Robert Weber.
Kiel schied im Cup und in der Champions League jeweils im Viertelfinale aus, leistete sich in der Liga gegen Lemgo (ÖHB-Teamspieler Lukas Hutecek) und Leipzig zwei unerwartete Heim-Niederlagen, ging im Derby gegen Flensburg 23:36 unter - und wird sich am Ende dennoch feiern lassen können. „Das war sehr viel harte Arbeit, du musst im Kopf die gesamte Zeit dabei sein!“
Nach dem Kreuzbandriss im August 2020 hatte sich Bilyk „selbst finden müssen. Ich habe mich Stück für Stück herangearbeitet, spiele jetzt wieder eine wichtige Rolle!“ Die Verantwortung wird nächste Saison (nach der Bilyks Vertrag ausläuft) durch den Abgang von Superstar Sagosen größer. Diese trägt er im Nationalteam schon länger. Im Jänner 2024 könnte mit der EM in Deutschland die Bühne keine pompösere sein.








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