Sonntagsspiele

Austria rettet einen Punkt, Sturm siegt, "Bullen" verlieren

Fußball
06.11.2011 20:46
Mit Siegen für Meister Sturm Graz und Mattersburg haben am Sonntag die Nachmittagspartien der 14. Runde der tipp3-Bundesliga geendet. Die Grazer gewannen das Steirer-Derby gegen Kapfenberg dank eines Last-Minute-Treffers von Darko Bodul (96. Minute) 1:0, für Vizemeister Salzburg setzte es im Burgenland eine schwere 0:3-Schlappe. Zum Abschluss der Runde rettete die Austria in Wien gegen Wacker Innsbruck ein 2:2.

Sturm - Kapfenberg 1:0
Die Partie brachte zahlreiche hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, doch erst in der Nachspielzeit, die eigentlich nur vier Minuten hätte betragen sollen, brachte einen Treffer. KSV-Schlussmann Raphael Wolf zeichnete sich erstmals in Minute zwölf nach einem schnellen Gegenangriff über Kainz bei einem Bodul-Schuss mit einer Beinabwehr aus. Sturm-Angreifer Kienast wurde scheinbar von einem Rasenfehler überrascht, als er nach Vorarbeit von Bodul und Wolf nicht ins leere Tor traf, Kapfenberg gelang via Hüttenbrenner und Wolf-Reflex noch die Rettung in den Corner (21.).

In Minute 34 hätte es aber 1:0 heißen müssen: Bodul überspielte zwar Wolf in perfekter Manier, agierte dann aber zu lässig, wodurch der zurückgeeilte KSV-Mittelfeldspieler Spirk noch in extremis retten konnte. "Mensch, hau das Ding rein, du!", schrie Sturm-Trainer Franco Foda seinem Stürmer erbost zu. In Hälfte zwei hatte Bodul dann Pech, als er Wolf ein Gurkerl schob, doch dieser den Ball mit den Beinen noch so ablenkte, dass das Leder an der Stange landete (56.).

Auch Kapfenberg hatte tolle Chancen in Hülle und Fülle, die erste durch einen Spirk-Freistoß aus gut 20 Metern, den Sturm-Goalie Cavlina mit einer Glanzparade noch aus dem Kreuzeck fischte (24.). Auch bei einem Prokoph-Schuss zeichnete sich der Tormann aus (38.), der wenig später per Fußabwehr eine Spirk-Chance ebenfalls zunichte machte (41.). Nach Cavlinas einzigem Fehler in dieser Partie landete ein Gollner-Schuss an der Latte (57.). Kurz danach war Cavlina, als er eine Prokoph-"Granate" auf Raten entschärfte, wieder auf dem Posten.

In Minute 75 ertönte von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber nach einem Foul von KSV-Verteidiger Scharifi im Strafraum an Patrick Wolf kein Elfer-Pfiff. Im Finish gab es dann Matchbälle auf beiden Seiten - Micic scheiterte an Cavlina, auf der Gegenseite schoss Kienast aus kurzer Distanz übers Tor. Doch in Minute 96 war es dann so weit, als der abgefälschte Schuss von Bodul im Tor landete.

Mattersburg - Salzburg 3:0
Vizemeister Red Bull Salzburg hat seine Negativserie in der heimischen Liga prolongiert. Die Mozartstädter kassierten auswärts gegen Abstiegskandidat SV Mattersburg durch Treffer von Ilco Naumoski (67.), Patrick Bürger (85.) und Michael Mörz (88.) eine peinliche 0:3-(0:0)-Niederlage und wartet nun schon seit sechs Meisterschaftspartien auf einen Sieg. Damit liegen die fünftplatzierten "Bullen", deren Trainer Ricardo Moniz noch stärker unter Druck geraten dürfte, bereits sieben Punkte hinter Spitzenreiter Admira.

Der Erfolg der Burgenländer war vor allem aufgrund der zweiten Hälfte verdient. In der 62. Minute wurde dem SVM noch ein Tor von Malic möglicherweise zu Unrecht wegen Abseits aberkannt, nur wenige Sekunden später schoss Rath nach einem Querpass von Bürger am Fünfer drüber.

Beim Führungstor stellten die Mattersburger einmal mehr ihre Stärke bei Standard-Situationen unter Beweis. Nach einem kurz abgespielten Eckball flankte Parlov zur Mitte, und Naumoski beförderte den Ball volley mit dem Außenrist ins lange Eck. Auch das 2:0 entstand aus einem Eckball - nach einer Hereingabe von Parlov war Bürger in der 85. Minute per Kopf zur Stelle. Drei Minuten später sorgte Mörz aus einem Konter für den Endstand.

Die Salzburger präsentierten sich in der zweiten Hälfte phasenweise desaströs, einzige Halbchancen waren ein Freistoß von Hinteregger relativ knapp übers Tor (73.) und ein Kopfball von Leonardo über die Querlatte (83.) Ihre beste Phase hatten die "Bullen" in den 25 Minuten vor der Pause, als sie das Match nach anfänglichen Problemen in den Griff bekamen und auch zwei große Möglichkeiten vorfanden. In der 31. Minute landete ein Schuss von Cziommer von der Strafraumgrenze an der Latte, zwei Minuten danach scheiterte Teigl nach einem Solo an Borenitsch.

Austria - Innsbruck 2:2
Die Austria kommt in der Liga weiter nicht auf Touren. Die "Veilchen" ergatterten vor eigenem Publikum gegen Wacker Innsbruck nach einer dramatischen Schlussphase gerade noch ein Last-Minute-2:2, warten damit schon seit vier Meisterschaftspartien auf einen Sieg und liegen als nun Tabellenzweiter vier Punkte hinter Spitzenreiter Admira.

Hackmair (15.) und Schütz (30.) erzielten die Treffer für die Tiroler. Lange schien für die Austria nicht mehr als der Ehrentreffer durch Liendl (54.) drin zu sein, zumal Barazite in der 91. Minute einen Elfmeter vergab. Doch Junuzovic gelang in der 93. Minute noch der letztlich verdiente Ausgleich, womit die Austria nach der Partie gegen Alkmaar am Donnerstag erneut ein 0:2 in ein 2:2 verwandelte.

Fast verloren gegangen wäre die Partie für die Austria vor allem aufgrund der schlechten Darbietung in der ersten Hälfte, als kein einziger Schuss auf das Wacker-Gehäuse abgegeben wurde. Erst nach dem Seitenwechsel wurde die Austria, die in der Liga zuletzt am 21. August (3:0 gegen Rapid) ohne Gegentor blieb, zwingender.

Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe den Wienern das Anschlusstor gelang. Nach Vorlage von Junuzovic spielte Barazite einen flachen Querpass zur Mitte, und Liendl war mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich. Die große Möglichkeit auf das 2:2 ließ Junuzovic in der 67. Minute aus - der ÖFB-Internationale spielte in aussichtsreicher Position einen Pass zum Gegner, anstatt selbst den Abschluss zu suchen.

Noch näher kam die Daxbacher-Truppe dem Ausgleich zunächst in der 91. Minute - der in der hektischen Schlussphase überforderte Referee Ouschan entschied auf Elfmeter, weil Barazite Wacker-Verteidiger Kofler den Ball auf die Hand geschossen hatte. Barazite scheiterte mit dem Strafstoß an Safar, aber die Austria gab nicht auf und schaffte durch Junuzovic (93.) doch noch den Ausgleich. Dennoch wäre sie fast als Verlierer vom Platz gegangen: Ein Freistoß von Ildiz in der 95. Minute sprang von der Stange wieder ins Feld zurück. Diese Aktion sah Wacker-Trainer Kogler wegen Schiedsrichter-Kritik nur noch von der Tribüne aus.

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(Bild: KMM)



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