02.11.2011 13:14 |

29-Meter-Christbaum

Burgenländische Fichte für Wiener Christkindlmarkt

Es ist zwar erst Anfang November, aber am Wiener Rathausplatz beginnt es schon zu weihnachten: Nachdem in den vergangenen Tagen bereits Dutzende Holzhütten für den Christkindlmarkt aufgestellt wurden, steht seit Mittwoch auch der Christbaum. Die 29 Meter hohe Fichte stammt aus der burgenländischen Marktgemeinde Rudersdorf und wird in den nächsten Tagen mit Tausenden Lämpchen aufgeputzt. Im vollen Glanz wird der Baum ab 12. November erstrahlen.

Für den Christbaum gab es einige Auswahlkriterien. "Das Wichtigste ist natürlich, dass er schön gewachsen ist und dass er eine gleichmäßige Krone hat", erklärt Hubert Iby von der burgenländischen Forstabteilung. Zudem musste der Baum groß sein. Die Wahl fiel schließlich auf eine 29 Meter hohe und rund 80 Jahre alte Fichte, die sich in Privatbesitz befand. Die Gemeinde Rudersdorf kaufte sie dem Eigentümer ab. Um wie viel, wollte Iby nicht sagen, nur so viel: Der Baum sei "sehr günstig" zur Verfügung gestellt worden.

Die Suche hat jedenfalls nicht lange gedauert. Nach rund zwei Wochen sei das ideale Exemplar gefunden worden, berichtete der Protokollchef des Landes Burgenland, Johannes Pinczolits. Der Grund für den raschen Erfolg: Das Burgenland habe nicht "diese großen Wälder, wo solche Riesenbäume wachsen. Die Herausforderung ist es, überhaupt einen Baum zu finden, weil das Burgenland nicht die klimatischen Möglichkeiten hat, wie das die westlichen Bundesländer haben".

Aufstell-Prozedur problemlos verlaufen
Geschlägert wurde der rund fünf Tonnen schwere Riese bereits am 27. Oktober. Der Transport von Rudersdorf nach Wien erfolgte in der Nacht auf Mittwoch. Dienstagabend, gegen 22 Uhr, startete der Baum seine Reise, fünf Stunden später kam er in der Bundeshauptstadt an. Das Aufstellen vor dem Rathaus verlief ohne Probleme: Der Baum wurde mit zwei Kränen in die Senkrechte gebracht und der Stamm in der vorgesehenen Öffnung versenkt.

Im weihnachtlichen Glanz wird der Christbaum in eineinhalb Wochen erstrahlen. Am Samstag, 12. November, werden Landeshauptmann Michael Häupl und sein burgenländischer Amtskollege Hans Niessl das Einschalten der Festbeleuchtung vornehmen. Damit eröffnen sie gleichzeitig auch den Christkindlmarkt.

Seit 1959 wird der Wiener Rathausplatz im jährlichen Wechsel von den Bundesländern mit einem Weihnachtsbaum versorgt. Eigentlich wäre heuer die Steiermark an der Reihe gewesen und das Burgenland erst im kommenden Jahr. Doch anlässlich des heurigen Jubiläumsjahres, in dem die 90-jährige Zugehörigkeit zu Österreich gefeiert wird, wurde die Reihenfolge getauscht.

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