Vom Investmentbanker zum Tortenbäcker - so einen Lebenslauf hat nicht jeder hinter sich. Der Kufsteiner Hubert Zanier betreibt das Café „Kipferl“ in der englischen Millionenmetropole London - mit der „Krone“ spricht der Austro-Gastronom über Kulturschocks in England, berühmte Kunden, sein beliebtestes Gericht und die Schwierigkeiten, die der Brexit mit sich bringt.
Porträts von Arnold Schwarzenegger, Falco und Bundespräsident Alexander Van der Bellen lachen den Gästen entgegen, an den Wänden hängen alte Holz-Ski, es duftet nach frisch gebackenen Torten und auf der Theke stehen Manner-Schnitten und Vanillekipferl. Im Café „Kipferl“ wirkt eigentlich gar nichts seltsam - bis man die Straße betritt. Hört man drinnen Geschirrklappern und Stimmengewirr - auf Deutsch -, so sprechen draußen alle Englisch. Das Café befindet sich nämlich mitten in London, umgeben von britischen Tee-Lokalen und Souvenirläden der Camden Passage im jungen Stadtviertel Angel.
Das „Kipferl“ ist ein gemütliches, ein einladendes Café - auf der Flucht vor dem Regen wärmen sich Auslandsösterreicher ebenso wie Engländer bei einer Tasse herrlichem Kaffee der Traditionsrösterei Helmut Sacher, die Tische sind gut besetzt. Besonders beliebt ist das hauseigene Wiener Schnitzel, die selbst gebackene Sachertorte gibt‘s freilich als Nachspeise. Und obwohl der Ex-Investmentbanker und leidenschaftliche Gastronom Hubert Zanier schon fast 20 Jahre lang in England lebt, ist der Café-Betrieb in London gar nicht so einfach.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.