Faistenau konnte gegen Köstendorf den zehnten Sieg in Folge feiern. Erfreulicher Nebeneffekt des Verfolgerduells: Die Flachgauer lösen damit ATSV Salzburg, der gegen HSV Wals stolperte, an der Spitze der 2. Landesliga Nord ab.
Mattsee hieß der erste Tabellenführer der 2. Landesliga Nord nach der ersten Runde Anfang August. In weiterer Folge belegten Köstendorf und seit der 14. Runde ATSV Salzburg die Ligaspitze. Im fan.at-Spiel der Runde empfing Köstendorf am Freitag ATSV-Verfolger Nummer eins Faistenau, der nach der 1:5-Pleite im Hinspiel etwas gut zu machen hatte. Mit neun Siegen in Folge war das Selbstvertrauen der Gäste groß. Der Gastgeber hingegen startete mit drei Niederlagen aus den ersten vier Partien aufgrund einiger Verletzungsproblemen in der Vorbereitung in die Frühjahrssaison mehr als bescheiden.
Neo-Leader mit dem Glück des Tüchtigen
Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde stellten die Heimischen den Betrieb ein, binnen drei Minuten schenkte das Team von Trainer Marco Lämmerhofer den Köstendorfern zwei Hütten kurz vor der Pause ein. Eine schöne Kombination und ein 25 Meter-Schuss, der dem Schlussmann durch die Hände flutschte, besorgten die 2:0-Pausenführung für das Auswärtsteam. Im zweiten Durchgang rollte der Ball trotz Seitenwechsel in die gleiche Richtung wie in Hälfte eins, unmittelbar nach dem 1:2-Anschlusstreffer köpfte Köstendorfs Darko Bogosavljevic das Leder nur an die Latte. „Manchmal braucht man Glück“, wusste Faistenau-Sektionsleiter Anton Leitner.
Für den letzten Aufreger der Partie sorgte Faistenaus Noel Huber, ließ sich beim Einwurf unmittelbar vor dem Schlusspfiff extrem lange Zeit und flog mit der Ampelkarte in der Folge vom Platz. „Das haben die geschickt gemacht“, kommentierte Teamleiter Wolfgang Denk das häufige Zeitspiel der Gäste in der Schlussphase. Bei Köstendorf hing nach der vierten Ligapleite in diesem Jahr der Haussegen schief. „Ich will nicht sagen, es geht um gar nichts mehr, aber die Top-Drei wären auch super“, sickerte bei Denk die Enttäuschung durch. Sein Team hatte Anfang November dem Leader noch mit einem Punkt Rückstand im Nacken gesessen und droht nun das „Podium“ zu verpassen.
Die Totgeglaubten leben länger.
HSV Wals-Sektionsleiter Pichler nach dem Sieg gegen Dauer-Leader ATSV Salzburg
Nicht nur für Köstendorf avancierte die 20. Runde zum Stolperstein, auch für den Drittplatzierten Mattsee sowie ATSV Salzburg gab es Niederlagen zu verkraften. „Die Totgeglaubten leben länger“, strahlte HSV Wals-Sektionsleiter Thomas Pichler, nachdem der Leader in der Fremde mit 4:3 vom Feld gefegt werden konnte. Dank der fünften ATSV-Niederlage erklomm Faistenau das erste Mal die Spitze der Tabelle. „Wir hätten nicht geglaubt, dass wir um den Aufstieg mitspielen können“, erklärte Leitner, der zu Beginn der Saison das Ziel „Top Fünf“ ausgegeben hatte. „Es wäre eine tolle Sache für den Verein. Mal was anderes zu sehen wäre schön“, träumt Faistenaus Sektionsleiter von der 1. Landesliga. Laurent Seiringer
2. Landesliga Nord, 20. Runde: ATSV Salzburg - HSV Wals 3:4 (2:4), Seekirchen 1b - Abersee 5:2 (2:0), Oberhofen - Mattsee 4:1 (1:0), Koppl - Obertrum 2:2 (2:0), Gneis - Elixhausen 3:3 (2:1), Köstendorf - Faistenau 1:2 (0:2).
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