Der Kärntner Klaus Mitterdorfer wird neuer ÖFB-Präsident - eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Peter Klöbl.
Keiner hatte damit gerechnet, dass der neue ÖFB-Präsident schon gestern praktisch gekürt wird, auch wenn die Wahl offiziell erst erfolgt - aber oft kommt es anders als man denkt.
Klaus Mitterdorfer hat jedenfalls den Wohlwollen bei der Mehrheit der „Landesfürsten“ gefunden (es gab nur zwei Stimmenthaltungen, eine davon war die Liga), Vielleicht wollte man auch verhindern, dass externe Personen (zuletzt war Diana Langes-Swarowski, Präsidentin der WSG Tirol, genannt worden) zum Zug kommen, für frischen Wind sorgen.
Wenn es um Machtpositionen geht, werden anscheinend sogar Feinde zu Freunden, spannend allemal. Kritiker werden nun natürlich wieder sagen, dass es nach Gerhard Milletich erneut eine hausinterne Lösung wurde. Abwarten, wie viel Macht den Landesbossen bleibt.
Offene Worte muss Mitterdorfer zur „Causa Bernhard Neuhold“ finden, hier wird er gleich einmal klare Kante zeigen müssen. Vertraut er jenem Mann, der eine maßgebliche Rolle beim Abschuss von Milletich spielte? Der Geschäftsführer der ÖFB-Wirtschaftsbetriebe war, wie Protokolle belegen, jener interne Maulwurf, über den Milletich stolperte.
Interimspräsident Johann Gartner wollte dieses heiße Thema nicht angreifen, Mitterdorfer muss es tun - schließlich geht es um einen der beiden höchsten Jobs im Österreichischen Fußballbund!
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