Das Land fördert den Bau von Unterkonstruktionen für große Photovoltaik-Anlagen auf befestigten Flächen. 8 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt. Die Aktion hat einen speziellen Hintergrund.
Bodensparend sollen große Fotovoltaik-Anlagen in Tirol errichtet werden: Das ist politischer Konsens im Land. Deswegen sollen die Paneele nur auf bebauten Grundstücken und bereits befestigten Flächen anstatt auf Freiflächen und wertvollen Grünflächen zu liegen kommen. Dafür benötigt es aber Unterkonstruktionen, die im Vergleich zu Großanlagen auf Grünflächen teurer sind. Diesen „Wettbewerbsnachteil“ will die Tiroler Landesregierung wie berichtet ausgleichen und stellt dazu 8 Mio. € Förderbudget bereit. In einem Monat geht’s los.
Bis 8000 Kilowatt-Peak-Leistung und damit 8 Millionen kWh Strom sollen mit dieser Fördermaßnahme generiert werden. Damit könnte man den Verbrauch von 2000 Haushalten abdecken.
Tirols Landeshauptmann Anton Mattle
Seilbahnen bekundeten bereits Interesse
Ab 15. Mai können Förderanträge für PV-Anlagen mit einer Modulspitzenleistung von mindestens 100 Kilowatt-Peak auf Flächen mit Oberflächen wie Asphalt oder Beton (z. B. Parkplätze, Lagerräume oder sonstigen Betriebsflächen) eingereicht werden. Die maximale Förderhöhe von jeweils bis zu 250.000 Euro soll Anreiz für Unternehmen, Vereine oder Gemeinden in Tirol sein, PV-Anlagen auf ihren verfügbaren Flächen zu installieren. Für die Anlagen selbst stehen Förderungen des Bundes zur Verfügung.
Weichen werden jetzt gestellt
„Wir wollen unseren Energiebedarf aus heimischen, erneuerbaren Ressourcen klimaschonend decken. Die Weichen dafür stellen wir jetzt“, sagte LH Anton Mattle Dienstag nach der Regierungssitzung.
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