Land startet Umfrage

Stadtseilbahn zum Kofel: Bevölkerung am Wort

Tirol
30.03.2023 18:00

Die Machbarkeitsstudie 2021 zeigt: Eine Seilbahn von Innsbruck bis ins östliche Mittelgebirge wäre technisch möglich und könnte das öffentliche Mobilitätskonzept ergänzen. Das Land plant nun eine Umfrage in der Bevölkerung der betroffenen Orte.

Bewohner von Innsbruck, Igls, Lans, Sistrans, Patsch, Rinn und Tulfes sind aufgerufen, an einer Umfrage teilzunehmen, die das Land Tirol gestartet hat: Es geht um die Frage, ob eine neue Stadtseilbahn vom Innsbrucker Stadtzentrum aus ins östliche Mittelgebirge für gut befunden wird oder eher nicht.

Studie zeigte 2021 Möglichkeiten auf
2021 wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die zeigt, dass eine Seilbahn vom Leipziger Platz oder vom Innsbrucker Hauptbahnhof über die Olympiaworld in Innsbruck-Mitte über Igls/Lans bis zur Talstation der Patscherkofelbahn durchaus umsetzbar ist. In rund 18 Minuten wäre man dann beispielsweise vom Hauptbahnhof bei der Talstation der Patscherkofelbahn und in rund fünf Minuten vom Sillpark via Hauptbahnhof Innsbruck bei der Olympiaworld.

LH Mattle offen für Diskussionen
„Verkehrs- und Energiewende brauchen Mut, Weitblick und Technologieoffenheit. Eine Seilbahn im Großraum Innsbruck als öffentliches Verkehrsmittel ist eine Idee, über die man diskutieren sollte“, sagt dazu LH Anton Mattle und ruft die Tiroler zu reger Teilnahme an der Befragung auf.

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Eine Seilbahn im Großraum Innsbruck als öffentliches Verkehrsmittel ist eine Idee, über die man diskutieren sollte. Es wird sich zeigen, ob dies eine realisierbare und ergänzende Mobilitätsform der Zukunft sein kann.

LH Anton Mattle

In vielen Städten bereits etabliert
„Die Mobilität der Zukunft muss klimaschonend, leicht zugänglich und leistbar sein. Dazu können auch visionäre Konzepte wie eine Seilbahn gehören“, erklärt Mobilitäts-LR René Zumtobel und verweist auf Städte, in denen Seilbahnen als Verkehrsmittel etabliert sind.

 City Cable Car wäre ein absolutes Novum 
„Die Rittnerbahn in Bozen, die die Stadt über mehrere Zwischenhalte mit dem Rittner Ortsteil Oberbozen verbindet, befördert bis zu 6000 Personen pro Tag“, ergänzt Zumtobel. Ein „absolutes Novum“ sei hingegen das Konzept der sogenannten City Cable Cars: Die Seilbahn schwebt dabei in festen Trassen oberhalb der Straße und meistert auch enge Kurven. Außerhalb des Stadtgebiets fährt sie über Liftstützen. „Bisher existiert eine solche Bahn nur auf dem Papier“, betont Zumtobel. Vorteile seien Reduktion des Straßenverkehrs, eine staufreie Öffi-Anbindung abseits der Schiene und eine emissionsfreie Mobilitätsalternative.

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