Der 11. März 2023 geht als historischer Tag in die Geschichte der ACSL ein. Das mit Spannung erwartete Finalspiel zwischen den Uni Wien Emperors und TU Robots ließ in einer bummvollen Wiener Stadthalle B spielerisch wie stimmungstechnisch keinen Platz für Wünsche übrig. Letztlich waren es jedoch die Emps, die sich gegen ihre Rivalen von der Technischen Universität durchsetzen konnten und sich somit back to back Champion nennen können.
Die Wiener Stadthalle B restlos ausverkauft, Fans drängen sich Seite an Seite, sitzen beinahe schon am Spielfeld, um das große Finale der heurigen ACSL-Basketballseason zu sehen. „Es ist generell ein Wahnsinn, was die ACSL aufgebaut hat. Die Stadthalle ist mittlerweile schon zu klein für unsere Spiele“, muss ein schmunzelnder Scott Scholer gestehen. Scholer, seinerseits Coach der diesjährigen Champions, hat auch allen Grund, zufrieden zu sein. Sein Team hat all dem Erwartungsdruck standgehalten und in typischer Emps-Manier das Finale gewinnen können.
Das Kollektiv ist entscheidend
Die typische Emps-Manier fußt auf einem simplen, wie logischen Grundkonzept, nämlich Teamplay. „Wir haben über die Saison einfach gemerkt, dass wir einfach enorme Qualitäten haben, wenn wir übers Kollektiv kommen“, erläutert Coach Scholer. So lag es nur auf der Hand, Teamplay an erste Stelle zu stellen und mögliche Egospielchen auszulassen, wie bereits Power Forward Gabriel Stepan im Vorfeld betonte: „Das Zusammenspiel ist unsere größte Stärke. Die Niederlagen sind stets passiert, indem uns durch Individualaktionen das Spiel entglitten ist.“ Diesmal lief alles nach Plan, wie Scholer bestätigen kann: „Das Teamplay hat absolut funktioniert. Zudem ergeben sich über die Saison selbst bei einem großen Kader wie dem unsrigen, empfindliche Verletzungen oder Ausfälle, weshalb bewusstes Teamplay umso wichtiger ist.“
Die Stimmen zum Finale:
Dass es sich hier nicht nur um leere Aussagen handelt, lässt sich nicht nur an der königlichen Erfolgshistorie der Emperors ablesen, sondern auch die Teamchemie macht den Eindruck, von außerordentlicher Qualität zu sein. „Was wir für eine Teamchemie über die kurze Zeit einer Saison aufbauen konnten, ist einfach unglaublich stark. Selbst die neuen Kräfte haben sich perfekt integriert und das ist einfach etwas ganz Besonderes“, so der Emps-Coach.
Die Quittung für Weihnachten
Dass das Finale ausgerechnet gegen die TU Robots stattfinden würde, ließ den ein oder anderen Beobachter aufhorchen. Gegen ebenjene Mannschaft hagelte es am Christmas-Gameday eine empfindliche Niederlage für die Emperors, nämlich lediglich eine von zwei in der abgelaufenen Season. Die Rechnung war laut Stepan deshalb noch offen, welche letztlich zugunsten der Uni Wien beglichen werden konnte. „In dem Moment schmeckt der Sieg immer gut“, muss ein sichtlich zufriedener Coach Scholer gestehen, „Aber natürlich war noch eine Rechnung gegenüber der TU offen. Wir hatten immer im Hintergedanken, dass wir sie nicht unterschätzen dürfen, das ging ja schon mal schief.“
Titel gewonnen, Training geht weiter
Titel gewinnen, will gelernt sein. Und so lässt die Uni Wien weiterhin nichts anbrennen, wenn es um Professionalität im Sport geht. „Der dritte Titel in Folge steht natürlich am Plan“, erwidert Scholer auf die Frage nach der Zukunft der Emperors, „Die Trainings gehen nach wie vor weiter und im Sommer kommen nach den Tryouts womöglich neue Spitzenkräfte dazu. Das heißt, die Leute können sich definitiv warm anziehen.“
Marco Koppensteiner
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