So, 19. August 2018

Nach "Krone"-Bericht

14.09.2011 19:19

Missstände in Heim: "Totale Aufklärung" gefordert

Für die Wiener FPÖ ist die angeblich schlechte Behandlung von Pensionisten auf einer Station im Haus Margareten "ein neuer Pflege-Skandal", und selbst der Präsident des Alten- und Pflegeheimverbands plädiert für umfassende Prüfungen bei Verdachtsfällen. Die Heimaufsicht prüfte die Vorfälle inzwischen bereits - aber nur 20 Stunden lang.

Die Vorwürfe, die eine Pflegehelferin des Seniorenwohnhauses Margareten auch im Gespräch mit der "Krone" schilderte, waren heftig: Trotz akuter Herzinfarkt-Gefahr seien betagte Heimbewohner "aus Spaß" erschreckt worden, die Bett-Glocken wären in der Nacht in unerreichbarer Höhe festgeklemmt worden. Ebenso seien "zu lästige" Senioren schikaniert worden.

Im "schlechten Arbeitsklima war alles egal"
"In dem schlechten Arbeitsklima war aber alles egal. Als ich die Missstände beenden wollte, fielen alle über mich her - ich wurde vom Dienst freigestellt", sagte Silvana P. der "Krone".

"Auch wir wollen nicht, dass Fehler passieren", forderte jetzt Johannes Wallner, Präsident des Bundesverbands der Alten- und Pflegeheime "eine totale Aufklärung aller Vorwürfe". Wallner betonte aber: "99 Prozent aller Pfleger leisten immer ausgezeichnete Arbeit. Es darf daher sicher nicht so sein, dass nun der ganze Berufsstand einen Imageschaden erleidet."

Prüfung der Fälle nach 20 Stunden beendet
Die flotte Arbeit der städtischen Heimaufsicht (MA40) wird indes keinen Imageschaden beim Pflegepersonal hinterlassen: Die Prüfer schlossen den Fall nach nur 20 Stunden ab.

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