Zu Besuch bei Putin
Kadyrow will „bis zum endgültigen Sieg kämpfen“
Der häufig als Wladimir Putins „Bluthund“ bezeichnete tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat sich am Montag in Moskau mit dem Kreml-Chef getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die „militärische Sonderoperation“ Russlands in der Ukraine.
Sowohl Putin als auch Kadyrow, der sich im Ukraine-Krieg recht regelmäßig und zumeist wortgewaltig in Szene setzt, sprachen von einer „militärischen Sonderoperation“. Tschetschenische Soldaten seien bereit, in der Ukraine „bis zum endgültigen Sieg“ zu kämpfen, sicherte Kadyrow dem russischen Staatschef zu. Der Kreml-Chef bat den 46-Jährigen, den tschetschenischen Soldaten zu danken.
Eigene Truppe in die Ukraine entsandt
Staatsoberhaupt Kadyrow ist für seinen brutalen Führungsstil in Tschetschenien, einer im Nordkaukasus gelegenen autonomen Republik der Russischen Föderation, bekannt. Er hat sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine als einer der glühendsten Kriegsbefürworter hervorgetan und eigene Truppen in die Ukraine geschickt. Die Kämpfer der tschetschenischen Republik „wollen bis zum Ende handeln“, so Kadyrow zu Putin.
Kadyrow zeigte sich überzeugt, dass Russland seine Ziele in der Ukraine bis Ende des Jahres erreichen kann. Russland habe die Kraft, um die ukrainische Hauptstadt Kiew, die zweitgrößte Stadt Charkiw und die wichtige Hafenstadt Odessa einzunehmen, so der Tschetschenen-Führer. Außerdem betonte er, dass es falsch wäre, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu verhandeln.
Lob für Wagner-Chef Prigoschin
Auf Telegram lobte Kadyrow im Februar auch Gruppe Wagner und deren Chef Jewgeni Prigoschin für ihren Einsatz in der Ukraine. Er plane ernsthaft, mit seinem „lieben Bruder“ Prigoschin zu „konkurrieren“ und ebenfalls eine private Söldnertruppe zu gründen, schrieb er.
Ist der Machthaber schwer krank?
Zuletzt gab es allerdings Gerüchte um eine schwere Erkrankung von Kadyrow. Der tschetschenische Machthaber habe ein ernsthaftes gesundheitliches Problem, berichtet erst kürzlich die „Bild“-Zeitung. Er soll an Nierenproblemen leiden und deshalb extra einen Spezialisten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einfliegen lassen, berichtet das Blatt vor einer Woche. Eine offizielle Bestätigung für die Behauptung gibt es allerdings nicht.







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