Wien betroffen

Angestellte am Flughafen Düsseldorf streiken

Ausland
27.01.2023 10:56

Am Düsseldorfer Flughafen hat Freitagfrüh ein ganztägiger Streik begonnen. Rund die Hälfte aller Flüge wurde gestrichen. Am Flughafen Wien entfallen sechs Eurowings-Flüge. Hintergrund des Streiks ist eine Neuvergabe der Abfertigungsaufgaben, bei der der Gepäck- und Flugzeugabfertiger Avia nicht zum Zug kam. Dadurch sind 700 Arbeitsplätze gefährdet.

Laut der Gewerkschaft Verdi verweigere das Unternehmen einen Sozialplan mit Abfertigungen für die Beschäftigten. Aviapartner hat am Düsseldorfer Flughafen einen Marktanteil von rund 75 Prozent. Der deutsche Airport hat die meisten Passagiere in Nordrhein-Westfalen und ist bundesweit der drittgrößte.

Streik soll bis Samstagnacht dauern
Der Streik hat um 3.30 Uhr begonnen und soll Samstagnacht um 0.30 Uhr enden. Für den Freitag sei bereits rund die Hälfte aller Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Hinzu kommen Verspätungen. Am Flughafen Wien entfallen sechs Eurowings-Flüge, jeweils drei Hin- und Rückflüge. Die Austrian Airlines (AUA) fliegen planmäßig von und nach Düsseldorf. Vor Ort sei ein alternativer Handlingpartner organisiert worden, hieß es von der Pressestelle.

(Bild: dpa)
Reisende warten mit ihrem Gepäck am Flughafen Düsseldorf. (Bild: APA/dpa/Marcel Kusch)
Reisende warten mit ihrem Gepäck am Flughafen Düsseldorf.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist, dass 700 Arbeitsplätze gefährdet sind. Der Gepäck- und Flugzeugabfertiger Avia kam bei der Neuvergabe der Abfertigungsaufgaben nicht zum Zug. Am Freitagmorgen beteiligten sich laut der Gewerkschaft ungefähr 90 Prozent der Beschäftigten am Streik. Für 10.30 Uhr waren Protestaktionen vor dem Verkehrsministerium in Nordrhein-Westfalen geplant. Einer der neuen Dienstleister am Flughafen Düsseldorf wird Wingas ab dem 1. April sein. Die Firma bereite sich bereits „intensiv auf ihren Start (...) vor“, hieß es am Freitag.

Flughafenverband: „Schaubühne“
Erst am Mittwoch hatten in Berlin Streiks der Beschäftigten der Flughafengesellschaft, der Bodenverkehrsdienste und der Luftsicherheit den Passagierverkehr am Flughafen BER zum Erliegen gebracht. Dort wollte Verdi den Druck auf die Arbeitgeberseite vor den nächsten Verhandlungen erhöhen.

„Offensichtlich hat Verdi die deutschen Flughäfen als medienwirksame Schaubühne für Streikaktionen entdeckt“, sagte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer vom Flughafenverband ADV, am Freitag. Es sei unverantwortlich, wenn innerhalb einer Woche der zweite Großflughafen in Deutschland einem ganztägigen Streik ausgesetzt wird. Das habe nichts mehr mit einem Warnstreik zu tun.

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