Myogelose

So werden Sie lästige Muskelverhärtungen los

Gesund Aktuell
11.01.2023 10:21

Nicht nur Sportler sind von dieser unangenehmen Erkrankung betroffen. Auch einseitige körperliche Belastung, wie es etwa häufig im Berufsalltag der Fall ist, können die Entstehung von Muskelverhärtungen begünstigen. Ein Physiotherapeut gibt Tipps zur Vorbeugung und zeigt Behandlungsmöglichkeiten auf.

Bei der auch als Myalgie bezeichneten Muskelverhärtung handelt es sich um eine meist unangenehme bis schmerzhafte Verspannung der Muskulatur. „Neben den häufig als ‚ziehend‘ oder ‚dumpf‘ beschriebenen Schmerzen können auch Bewegungseinschränkungen auftreten,“ erläutert Physiotherapeut Benjamin Rauch. Gleichzeitig steigt der Druck auf die feinen Blutgefäße, wodurch es zu einer Beeinträchtigung der Gewebeversorgung mit Nährstoffen sowie Sauerstoff kommt. Schlussendlich führt diese Unterversorgung der Muskulatur zu Schwellungen und der typischen Verhärtung, die sich beispielsweise in Knötchen oder Verdickungen äußert.

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Eine durch eine bestehende Muskelverhärtung veränderte Bewegungskoordination kann die Entstehung weiterer Myogelosen begünstigen.

Benjamin Rauch, Physiotherapeut

Verschiedene Ursachen für Muskelverhärtungen
Für die Entstehung einer Myogelose kann es unterschiedliche Gründe geben. In der Regel führt eine Fehlhaltung oder eine Überbelastung zu einer Muskelverhärtung. Werden bestimmte Körperpartien nur einseitig beansprucht, dann kann auch eine Dysbalance, also ein muskuläres Ungleichgewicht, auftreten. „Dieser Umstand ist beispielsweise bei Tätigkeiten im Sitzen über längere Zeitspannen hinweg, etwa bei der klassischen Computer-Arbeit, häufig der Fall,“ führt Rauch aus. Nicht umsonst treten längerfristige Verspannungen vor allem in Rücken, Nacken oder Schultern auf.

Frühzeitige Vorsorge
Doch nicht nur Bewegungsarmut, sondern auch eine zu hohe körperliche Beanspruchung beim Sporteln kann die Entstehung von muskulären Beschwerden begünstigen. Gerade Personen mit wenig Trainingserfahrung tappen dabei in die „Falle“ und riskieren so längerfristige Beschwerden. Umso wichtiger ist dem Physiotherapeuten zu Folge die Vorbeugung: „Mittels abwechslungsreichem Kraft- und Bewegungstraining sollen vor allem jene Muskelgruppen gefordert werden, die im Alltag meist nur einseitig belastet werden.“ Des Weiteren sollte auf eine ausreichend und abwechslungsreiche Nährstoffzufuhr sowie auf die Vermeidung von chronischem Stress geachtet werden.

Sind bereits Beschwerden vorhanden, so können Betroffene laut Rauch selbst Maßnahmen zur Linderung ergreifen - etwa mit Faszienrollen oder Massagepistolen. „Dadurch wird die lokale Durchblutung verbessert und die wahrgenommenen Schmerzen gelindert“, so der Experte. Dennoch ist es in den Augen von Benjamin Rauch für die optimale Funktion eines Muskels unerlässlich, diesen spezifisch in seiner Form und Arbeitsweise mittels regelmäßigen Trainings zu beanspruchen.

Sollten Beschwerden über längere Zeit stark ausgeprägt sein, so wäre eine ärztliche Abklärung angebracht. „In manchen Fällen kann eine multidisziplinäre Behandlungsstrategie hilfreich sein, welche von Diätologie über Psychotherapie bis hin zu Bewegungskursen reicht“, resümiert Benjamin Rauch.

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