Kleines Trostpflaster

Colbert bekommt neuen Late-Night-Job in TV-Serie

Medien
04.08.2025 12:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Satiriker Stephen Colbert soll Medienberichten zufolge bald wieder eine Late-Night-Show moderieren – allerdings als Schauspieler. Der 61-Jährige habe eine Gastrolle in der dritten Staffel der Dramedy-Krimiserie „Elsbeth“.

Das berichten die Branchenmagazine „Deadline“, „The Hollywood Reporter“ und „Variety“. Die Serie wird beim US-Sender CBS ausgestrahlt. Derselbe Sender hatte vor gut zwei Wochen die kontroverse Absetzung von Colberts eigener Talkshow verkündet.

Den Berichten zufolge wurde Colberts Episode vergangene Woche gefilmt, sein Gastauftritt könnte aber schon seit längerer Zeit geplant gewesen sein. Im Februar hatte „Elsbeth“-Schauspieler Wendell Pierce Colbert in dessen Late Show versprochen, ihm eine Rolle in der Krimi-Serie zu verschaffen.

„Elsbeth“ ist ein Ableger der Anwaltsserien „Good Wife“ und „The Good Fight“. Carrie Preston spielt darin die exzentrische Anwältin Elsbeth Tascioni, die der Polizei beim Aufklären von Mordfällen hilft.

Absetzung sorgt für Empörung
Mitte Juli hatte der US-Sender CBS angekündigt, dass „The Late Show with Stephen Colbert“ im Mai 2026 enden werde. Die Bekanntgabe hatte für Empörung bei Fans und vielen Kollegen Colberts gesorgt. Andere hatten die angekündigte Absetzung des für seinen scharfen Humor bekannten Moderators hingegen gefeiert.

US-Präsident Donald Trump, den Colbert in seiner Show öfter kritisiert, schrieb auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social: „Ich liebe es total, dass Colbert gefeuert worden ist. Sein Talent war noch kleiner als seine Einschaltquoten“. Talkshow-Moderatoren wie Jimmy Kimmel, John Oliver und Seth Meyers stellten sich hinter Colbert. Komiker Jon Stewart sagte in seiner „The Daily Show“ über die Absetzung: „Ich glaube, die Antwort liegt in der Angst und dem vorauseilenden Gehorsam, der in diesem Moment alle Institutionen Amerikas im Griff hat.“

Die in Amerika beliebten Late-Night-Shows gelten seit der Wahl Trumps zum Präsidenten als mächtiges Format, um dem Rechtspopulismus des Präsidenten zu begegnen.

Während traditionelle Medienformate wegen der vielen Unwahrheiten und Verzerrungen der Realität bei der Berichterstattung über Trump an ihre Grenzen stoßen können, setzen die Comedy-Talker ihm bissigen Spott entgegen, der Trump vor dem Publikum der Lächerlichkeit preisgibt.

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