Ski-Hit in St. Moritz

Ortlieb: „Man muss hier mit dem Kopf angreifen“

Wintersport
16.12.2022 06:26

Nina Ortlieb möchte nach Platz zwei in der Abfahrt von Lake Louise am Freitag in St. Moritz nachlegen: „Es ist ein schönes Gelände, man kann sicher viel über eine gute Position rausholen. Aber man muss hier mit dem Kopf angreifen, sich die entscheidenden Passagen gut ansehen.“ Mirjam Puchner will es ihr nachmachen.

Gut gelaunt, aber hoch konzentriert - unsere Speed-Damen haben sich für das Triple in St. Moritz viel vorgenommen. Allen voran Nina Ortlieb. Die Vorarlbergerin hat in Lake Louise mit Platz zwei in der zweiten Abfahrt aufhorchen lassen. Zu Hause wurde die 26-Jährige mit Glückwünschen überhäuft. „Papa und die gesamte Familie waren extrem erleichtert, dass es so gut geklappt hat. Ja, die Stimmung daheim war wirklich gut. Ich habe die letzten Tage genossen.“ Etwas Training, Kondition, Ausdauer und Kraft. „Und nun hier bei den Trainings den letzten Feinschliff finden“, ist Ortlieb vor der heutigen Abfahrt zuversichtlich. In den letzten zwei Jahren musste sie sieben Operationen über sich ergehen lassen, dachte jedoch nie ans Aufhören. „War kein Thema, dafür bin ich noch zu jung. Und es steckt noch viel in mir, das ich zeigen will. Kämpfen lohnt sich immer, und das hat sich auch bei mir bewahrheitet“, konterte die Tochter des Abfahrts-Olympiasiegers von 1992.

Nina Ortlieb (Bild: GEPA )
Nina Ortlieb

Keine Zweifel
Die nicht einmal in ihren schlimmsten Stunden Zweifel an sich hatte. „Ich nicht, aber andere. Einige haben mich gefragt, ob es das noch wert ist. Aber ich glaube, die Frage konnte ich mit Leistung gut beantworten.“

Das Selbstvertrauen für die drei Rennen in St. Moritz ist groß. Auch wenn Ortlieb hier noch keine Abfahrt bestritten hat. „Zumindest nicht im Weltcup. Den Super-G bin ich schon einige Male gefahren. Es ist ein schönes Gelände, man kann sicher viel über eine gute Position rausholen. Aber man muss hier mit dem Kopf angreifen, sich die entscheidenden Passagen gut ansehen.“ Das Rezept, um die Dominatorin Sophia Goggia zu besiegen? „Dass Sophia schnell ist, hat sie schon oft bewiesen. Aber andere sind auch schnell. Und ich werde versuchen, ihr das Leben schwer zu machen.“ Und das, obwohl Ortlieb im gestrigen Training zu Sturz kam - der Einsatz heute ist aber nicht gefährdet. Auch Teamkollegin Mirjam Puchner schielt auf ihr erstes Saison-Podest. 2016 feierte sie hier ihren ersten Abfahrts-Sieg. Ein gutes Omen.

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(Bild: KMM)



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