Auch er ist der „Krone“-Einladung zum Generali Open nach Kitzbühel gefolgt: Snowboard-Vizeweltmeister Arvid Auner! Der charismatische Steirer nahm sich noch vor den Partien im Center Court Zeit für ein Interview und sprach unter anderem über Dominic Thiem, tausende abgespulte Kilometer auf dem Rennrad und die bevorstehende Saison.
„Der Reiz, hier beim Tennisturnier zu sein, ist, dass ich auf diese Weise eine andere Sportart wieder hautnah miterleben kann. Die Spieler sehen, wie sie sich am Platz bewegen. Und ins Nähkästchen der anderen hineinschauen zu können. Wie Spieler sich vorbereiten, wie sie nach einem Rückschlag wieder in Fahrt kommen und wie sie den Gegner einschüchtern können. Da kann man viel von anderen Sportlern und Sportarten lernen, was mir wiederum hilft, in meiner Sportart – dem Snowboarden – zu glänzen“, erzählt Auner.
„Ich habe natürlich mitgefühlt“
Dominic Thiem ist bereits aus dem Turnier ausgeschieden, er wurde für sein Lebenswerk hier in Kitzbühel geehrt. „Ich habe natürlich sehr mitgefühlt. Jeder Abschied – egal, wie groß und ruhmreich dieser ist – ist immer ein zu Ende bringen einer Ära bzw. einer Karriere. Ich glaube, dass ihm der Rückhalt der Fans hier vor Ort viel gegeben hat. Es ist schön zu sehen, dass es Sportler gibt, die in Österreich so ein Standing haben und so viele Leute mitziehen. Es ist auch schön zu sehen, dass diese Leute einen dann mit so einer Energie verabschieden können. Ich wünsche mir das bei meinem Abschied dann auch“, schildert der Profi-Snowboarder.
Er hat sein ,Thiem-Team‘ und ich habe mein ,A-Team‘. Das ist natürlich wichtig.
Profi-Snowboarder Arvid Auner
„Ich glaube, dass er sehr ehrgeizig ist“
Wie würde Auner den Tennis-Superstar Thiem charakterisieren? „Ich glaube, dass er sehr ehrgeizig ist und sehr viel an sich gearbeitet hat. Es gibt auch Parallelen zu mir: Ich habe auch meine Ziele und mein Team hinter mir. Dominic hat sein ,Thiem-Team‘ und ich habe mein ,A-Team‘ – das ist natürlich wichtig“, sagt der Steirer. Thiem habe gezeigt, dass im Einzelsportart viel möglich sei, wenn man rund um sich herum ein Team aufbaue. „Was er erreicht hat, wird ihm keiner nehmen können – im Gegenteil: Das bleibt für immer“, ist Auner überzeugt.
Bisher knapp 2500 Kilometer heruntergespult
Sein Tagesablauf ist derzeit intensiv: Krafttraining, koordinative Einheiten, Schnelligkeitstrainings – alles ist dabei. „Ich schaue auch, dass ich aufs Rad komme. Heuer habe ich die Lust und Liebe zum Rennradfahren für mich entdeckt und habe bisher knapp 2500 Kilometer heruntergespult. So viele waren es bisher noch nie. Ich merke, dass mir die Ausdauer so guttut. Ich schaffe es auch, schneller zu regenerieren wie im Vorjahr“, gibt er preis.
„Goldmedaille im Slalom ist großes Ziel“
Und wie sehen die Ziele für die bevorstehende Saison aus? „Die Goldmedaille im Slalom habe ich mir ganz groß auf den Zettel geschrieben. Im Sommer werden die Grundsteine gelegt, die Vorbereitungen starten bald und ich freue mich riesig darauf“, betont Auner.
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