Im Kampf gegen die organisierte mobile Kriminalität sind im Rahmen sogenannter Joint Action Days zwischen 22. und 24. November europaweit mehr als 103.000 Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt worden. Mindestens 216 Festnahmen waren die Folge, 66 als gestohlen gemeldete Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, teilte das Innenministerium am Sonntag mit. In Österreich wurden demnach 2260 Personen und 1355 Fahrzeuge kontrolliert sowie 17 Personen festgenommen.
18 Staaten waren gemeinsam gegen die vergleichsweise neue Sonderform der Banden-Kriminalität vorgegangen. Während der dreitägigen Aktion arbeiteten die europäischen Länder und Europol zusammen, insgesamt beteiligten sich täglich Hunderte von Polizeibeamten an Dutzenden verschiedenen Einsätzen, die sich auf Überwachung, Beschlagnahme und Informationsaustausch sowie Anhaltungen konzentrierten.
Karner lobt Engegement der Ermittler
„Das konsequente und entschlossene Vorgehen gegen die Schleppermafia ist wichtiger denn je“, betonte in diesem Zusammenhang Innenminister Gerhard Karner. In einem der APA übermittelten Statement verwies er darauf, dass es den Spezialistinnen und Spezialisten des Bundeskriminalamtes gelungen sei, seit Jahresbeginn mehr als 630 Schlepper festzunehmen: „Ich danke den Ermittlerinnen und Ermittlern für ihren vorbildlichen Einsatz und ihr Engagement. Im Rahmen der Kriminaldienstreform wird gerade im Bereich der Schleppereibekämpfung ein besonderer Schwerpunkt zur Weiterentwicklung gesetzt werden.“
Das konsequente und entschlossene Vorgehen gegen die Schleppermafia ist wichtiger denn je.
Innenminister Gerhard Karner
Umherziehende polykriminelle Gruppen im Visier
Die jüngste konzertierte europaweite Polizeiaktion hatte das Ziel, umherziehende polykriminelle Gruppen aus dem Verkehr zu ziehen, die kontinuierlich Straftaten begehen. Neben Diebstählen und Einbrüchen häuft sich dabei vor allem die immer lukrativer werdende Schlepperei. Im Zuge des länderübergreifenden Vorgehens wurden Kraftfahrzeuge, Waffen, Geld und Suchtmittel im Gesamtwert von 771.000 Euro sichergestellt.
Schwerpunkte an Grenzen und Hauptverkehrsrouten
In Österreich waren an der Aktion das Bundeskriminalamt sowie verschiedene Einheiten der neun Landespolizeidirektionen inklusive der Landeskriminalämter beteiligt. Mehrere hundert Polizeibeamte waren im Einsatz, die laut Innenministerium täglich Schwerpunkte an verschiedenen Grenzübergängen sowie den Hauptverkehrsrouten durchführten. Der Großteil der Festnahmen wurde laut Innenministerium in den Bereichen der Schlepper- und Eigentumskriminalität vollzogen.
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