1. Symposium in Telfs

Verein „netER“ kämpft für Energiewende in Europa

Tirol
21.09.2022 16:00

Das erste Symposium des Vereins „netER“ fand am Dienstag im Tiroler Telfs statt. Im Fokus stand dessen großes Ziel: Die Weiterentwicklung der Energiewende in Europa.

„Wir unterstützen das Ziel eines treibhausgasneutralen Europas.“ So lautet der Leitsatz von „netER“, dem Verein zur Weiterentwicklung der Energiewende Europas. Am Dienstag fand in der Thöni Akademie in Telfs das erste Symposium des im heurigen Frühjahr gegründeten Vereins statt. Wie berichtet, standen zwei Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien auf der Agenda.

„Energiewende zentraler Hebel“
Von Bundespräsident Alexander Van der Bellen wurde eine aufgezeichnete Videobotschaft gezeigt. Darin betonte er, dass „die Energiewende ein zentraler Hebel im Kampf gegen die Klimakrise und die Abhängigkeit von Russland ist“. Für die Umsetzung brauche es „die besten Köpfe“.

LH Günther Platter (ÖVP) hob hervor, dass „wir neben dem Ausbau der Wasserkraft auch alle anderen alternativen Energiequellen noch stärker nützen müssen“.

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Die gute Nachricht ist: Wenn wir die Gegenmaßnahmen sofort umsetzen, können wir es noch rechtzeitig schaffen.

Gerald Haug

„Bald rund 2,3 Milliarden Menschen auf der Flucht“
Erster Vortragender war Gerald Haug. Er gab unter dem Titel „Klima und Mensch“ einen Ausblick, was der Welt droht, wenn die Klimaziele nicht erreicht werden. „Rund 2,3 Milliarden Menschen werden sich wegen der Extremwetterereignisse auf den Weg machen und aus ihrer Heimat fliehen müssen.“

Gleichzeitig sagte er aber auch, dass „wir alle Technologien und das Wissen haben, um dem Problem Herr zu werden“. Gebot der Stunde sei es, „Maßnahmen sofort umzusetzen. Dann können wir es noch rechtzeitig schaffen“.

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Da die Welt immer mehr elektrische Energie braucht, müssen wir viel mehr grüne speicherbare Energieträger generieren.

Georg Brasseur

Pro Jahr 36 Gigatonnen fossiles CO₂
Den zweiten Vortrag mit dem Titel „Probleme der europäischen Energiewende“ hielt Georg Brasseur. Er wiederum rechnete vor, dass „wir derzeit jährlich 36 Gigatonnen fossiles CO₂ freisetzen“. Der Anteil von Wind- und Solarenergie betrage derzeit „nur 3,3 Prozent“.

Da die Welt dringend mehr elektrische Energie brauche, „müssen wir viel mehr grüne speicherbare Energieträger generieren.“

„Viele kleine Schrauben, die noch zu drehen sind“
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde über das Gehörte debattiert. Einig waren sich in einem Punkt alle: Dass etwas getan werden muss. Von heute auf morgen gehe es natürlich nicht. „Es gibt viele kleine Schrauben, an denen wir gleichzeitig drehen müssen“, war zu hören. Unter anderem an der Infrastruktur und der Ausbildung.

Aufgabe der Medien sei es, „das Problem immer wieder zum Thema zu machen“.

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