„Bürgerbeteiligung ist mir sehr wichtig, deshalb gehen wir völlig ergebnisoffen in die Diskussion, nehmen die Wünsche auf und lassen sie in die Entscheidungsfindung miteinfließen“, erklärte VP-Stadtvize Martin Hajart, bevor er Dienstag Nachmittag im Rahmen einer Info-Veranstaltung drei Planungsvarianten zur Verkehrsberuhigung den Anrainern und Gewerbetreibenden der Domgasse präsentierte.
Variante 1: Eine Begegnungszone – diese war zuletzt durch die Neuverordnung am Linzer Hauptplatz großes Gesprächsthema. Eine solche würde in der Domgasse ohne große Eingriffe realisierbar sein. Die Durchfahrt für Fahrzeuge – erlaubt ist Tempo 20 – wäre weiterhin möglich. Nur einige Parkplätze müssten wohl daran glauben.
Hybrid-Lösung würde Domgasse teilen
Als Variante 2 stände eine Hybrid-Lösung zur Wahl. Hier wäre die Post weiterhin mit dem Auto über die Domgasse erreichbar. Danach würde man die Gasse allerdings mit Pollern teilen und das Areal rund um den Alten Dom zur Fußgängerzone mutieren.
Fußgängerzone: Alle Parkplätze würden wegfallen
Variante 3 sieht eine Fußgängerzone für die komplette Domgasse vor. Sie wäre wohl die einschneidendste Lösung. Die Parkplätze würden zur Gänze wegfallen, die Zufahrt zur Post wäre nur mehr über die Kollegiumgasse möglich.
Post klar gegen Fußgängerzone
Rund 20 Anwohner haben ihre Wünsche, Vorstellungen und Sorgen geäußert. Etwa die Post, die sich ganz deutlich gegen eine Fußgängerzone ausspricht, da dann die Kunden nicht mehr zur Postfiliale fahren können. Das wäre angesichts der steigenden Zahl von Bestellungen im Internet und den dadurch bedingten steigenden Zahlen von Paketen nicht praktikabel. Einig waren sich die Anwohner weitgehend darüber, dass vor allem der Durchzugsverkehr ein großes Problem ist.
Erst wohl eine sanfte Lösung
„Der entsteht durch die Parkplatzsuche“, weiß Hajart, der nun für das weitere Prozedere auch einen Stufenplan überlegt. „Die Vorschläge waren so vielseitig, dass wir eventuell mit einer ganz sanften Lösung, etwa einer Begegnungszone, beginnen und dann, wenn es sich bewährt, schrittweise weitergehen.“ Dabei würde auch die Anzahl der Parkplätze reduziert. „Damit aber die Anwohner nicht darunter leiden, müssen wir noch prüfen, wie das am besten umsetzbar ist“, betont Hajart. Welche Variante letztlich kommt, soll noch heuer entschieden werden.
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