In Molln eskalierte ein Konflikt zwischen dem roten Ortschef und einem Gemeindemitarbeiter. Nach einer Sitzung des Gemeindevorstands soll der Entschluss für eine Beurlaubung bis zum Ablauf des Vertrags in drei Jahren gefallen sein. Der Bürgermeister schweigt und beruft sich auf eine nicht-öffentliche Sitzung.
Erst vor zwei Jahren wurde in Molln der Vertrag mit einem ranghohen Beamten der Gemeinde bis 2029 verlängert. Nun dürfte der Mitarbeiter bei einer nicht öffentlichen Sitzung des Gemeindevorstands ab 23. März bei vollen Bezügen beurlaubt worden sein.
Das Verhältnis zum Mitarbeiter ist sehr formell. Zur Sitzung sage ich nichts. Sie ist nicht öffentlich.
Andreas Rußmann, SPÖ-Bürgermeister in Molln
„Zur Sitzung gebe ich keine Auskunft“, gibt sich SP-Bürgermeister Andreas Rußmann zugeknöpft. Er stellt aber nicht in Abrede, dass er zum Beamten nicht den allerbesten Draht hat. „Es ist sehr formell“, so der Ortschef. Das sei aber auch dem Umstand geschuldet, dass es am Amt einen großen Personalengpass gibt. „Die Gemeinde wurde vor meiner Wahl unter der ÖVP zu Tode gespart“, meint Rußmann.
Erfolglose Mediation
Er legt nach: „Ich darf jetzt nachbessern, und das kommt nicht bei allen gut an. Ich muss unpopuläre Maßnahmen treffen, um den Betrieb in der Gemeinde sicherzustellen.“ Besagter Beamter war für die „Krone“ trotz mehrfacher Versuche nicht erreichbar. In der Gemeinde wird ihm aber hohe fachliche Kompetenz nachgesagt. Er könne aber seiner Arbeit nicht nachgehen, weil ihm vom Ortschef wichtige Informationen vorenthalten werden. Zuletzt habe auch eine Mediation um rund 10.000 Euro nicht zur Besserung geführt.
Ortschef legt Doppelrolle zurück
Nicht unumstritten ist auch die Rolle des Amtsleiters in der Verwaltungsgemeinschaft Hellmonsödt und Zwettl an der Rodl. Diese lag in den Händen von Jürgen Wiederstein (ÖVP), der zugleich der Hellmonsödter Bürgermeister ist. „Meine Intention war stets: ,Ich bin nicht da, um zu bleiben.’ Wir haben die Stelle zweimal ausgeschrieben und keinen einzigen Bewerber gehabt.“ Am 1. September, genau drei Jahre nach seiner Angelobung, wird Wiederstein den Amtsleiterposten räumen. Ihm folgt Lisa Sattler-Birngruber, die am 1. März mit der Einarbeitungsphase begonnen hat. Sie war zuletzt als Juristin bei einem Steuerberater tätig.
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