Die 0:2-Cup-Niederlage beim Regionalliga Ost-Klub Wiener Sportclub hat Austria-Trainer Markus Mader wirklich weh getan. „Das ist die mit Abstand größte Enttäuschung, seit ich in Lustenau Trainer bin“, klang Mader auch einen Tag später noch immer total zerknirscht. Wenigstens gab es an der Transferfront noch einen Last-Minute-Erfolg zu verbuchen...
So wie Mader musste auch die Mannschaft den herben Rückschlag, den das Cup-Aus bedeutete, erst sacken lassen. Den Auftakt der Wien-Woche - am Samstag steht die Partie gegen Austria in der Generali-Arena an - hätten sich alles ganz anders vorgestellt. „Es war für uns sicher eine gewaltige Euphoriebremse.“ Zu allem Überdruss musste auch noch Michael Cheukoua nach 28 Minuten verletzt vom Platz. Beim Kameruner besteht der Verdacht auf Riss des Syndesmoseband, was einen Ausfall von mehreren Wochen bedeuten würde.
Tritt dies ein, wäre es für die Offensive eine weitere Schwächung. Dass die Alternativen rar sind, wurde auch im Cup-Match offensichtlich. Die Optionen von der Bank waren durch den Ausfall von Grujcic und Anderson gering. Und Spieler wie Adriel haben bisher nicht bewiesen, dass sie Ligaformat haben. Der kleine Kader könnte sich nun bitter rächen.
Bis gestern Nacht war Sportdirektor Alexander Schneider dran, um zwei Neue nach Lustenau zu lotsen. Am Dienstag war man sich mit einem Stürmer aus Italien bereits einig. Doch der entschied sich dann kurzfristig doch noch um. Kurz vor Mitternacht gelang dann allerdings doch noch ein Last-Minute-Coup: Henri Koudossou kommt leihweise für ein Jahr vom deutschen Bundsligisten FC Augsburg nach Lustenau. Der 22-Jährige wurde bei Ismaning und Memmingen ausgebildet, es folgte eine Station beim SV Pullach. Im Sommer 2020 wechselte er dann zur zweiten Mannschaft des FC Augsburg, wo er sich speziell in der letzten Saison mit 4 Toren und 11 Assists zu einem der auffälligsten Spieler der Regionalliga Bayern entwickelte. In diesem Sommer unterschrieb Henri Koudossou einen Profivertrag beim FC Augsburg und gehörte seitdem zum Profikader der Augsburger.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Henri einen weiteren jungen vielversprechenden Spieler in unseren Reihen begrüßen können. Er verfügt über ein sehr hohes Tempo, und ist auf der rechten Seite sehr variabel einsetzbar. Er hat sich in den letzten Jahren stetig entwickelt und sowohl der FC Augsburg als auch wir sehen diese Entwicklung noch lange nicht am Ende. Wir sind uns sicher, dass er unserem Spiel weitere Variabilität und neue Möglichkeiten verleiht, die es Gegnern schwer macht, sich auf unser Spiel einzustellen“, wird Schneider in einer Vereinsaussendung zitiert.









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