Spielstil in Arbeit

Rangnicks „Masterplan“ ist schon voll auf Schiene

Fußball International
29.08.2022 14:00

Teamchef Ralf Rangnick forciert einen einheitlichen rot-weiß-roten Spielstil, schon ab der U15-Auswahl. Mit der aktuellen Besetzung ist Rangnick „happy“, aber es gibt durchaus auch Problemzonen. Sein „Masterplan“ ist jedenfalls schon voll auf Schiene.

Man könnte dieser Tage fast meinen, dass Ralf Rangnick mit Weitblick und Kompromisslosigkeit eigentlich genau der richtige Mann für das durchs Chaos taumelnde Rapid sein könnte. Wird (wohl) nie passieren. Stattdessen ist der Deutsche weiterhin mit Akribie dabei, Österreichs Nationalteam in nachhaltig erfolgreiche Zeiten zu führen.

Finger in alle Wunden
Und - wie erhofft - legt Rangnick dabei seine Finger in alle offenen Wunden. Also nicht nur beim A-Nationalteam, sondern in der gesamten Struktur des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB). Sein „Masterplan“, mit dem er schon bei Hoffenheim und im Red-Bull-Imperium die Wege ebnete und für den sich auch AC Milan und Manchester United interessierten, ist längst im Laufen, voll auf Schiene. Einer der Kernpunkte: ein einheitlicher Spielstil, das Wort „System“ will Ragnick bewusst vermeiden. „Am besten schon ab der U15“, sagt der 64-Jährige.

„Der Spielstil soll in allen Auswahlen in eine ähnliche Richtung gehen. Ob das dann aus einem 4-3-3, 3-5-2 oder welchem System auch immer passiert, ist nicht so entscheidend.“ Bereits in den Akademien müsse das Augenmerk aufs Forcieren von ganz bestimmten Grundstärken und Spielertypen gelegt werden. Angefangen vom Tormann bis zum „Neuner“ in der Offensive. Das aktuelle A-Team sieht Rangnick von der Breite her gut aufgestellt, auch im Hinblick auf große Turniere wie die EM 2024 in Deutschland oder die WM 2026 in Nordamerika. „Ich bin happy mit den Spielern, die ich zur Verfügung habe.“

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Der Spielstil soll in allen Auswahlen in eine ähnliche Richtung gehen.

Ralf Rangnick

Laimer vor Kanté
Zum Beispiel mit Konrad Laimer. Ihn adelt Rangnick als „besten Balleroberer der Welt“. Sogar noch vor Frankreichs und Chelseas „Pferdelunge“ N’Golo Kanté. Aber: „Auf manchen Positionen, wie etwa bei den Außenverteidigern, schaut’s mit der Breite und Auswahl weniger gut aus.“ Meister Salzburg traut Rangnick übrigens in der Champions League trotz der alljährlichen Mega-Abgänge und einer Gruppe mit Milan und Chelsea einiges zu. „Nimmt man Andi Ulmer weg, dann hat Salzburg mehr oder weniger eine U21 auf dem Rasen. Sicher die jüngste Mannschaft der Champions League. Und trotzdem bin ich mir sicher, dass sie wieder mutig mitspielen werden.“

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