01.08.2022 06:00 |

Nerven aus Stahl

Wie „Doktor Roboter“ Ärzten im Spital hilft

Operationen werden dank modernster Technik immer präziser ausgeführt: Dadurch gibt es auch bessere Überlebenschancen für Erkrankte.

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Der Patient liegt unter Narkose auf dem OP-Tisch. Es ist ein Surren zu hören. Über ihm bewegen sich feingliedrige Greifarme. Sie schneiden, reparieren und nähen die Wunden schließlich wieder zu. Der Chirurg sitzt an einer Konsole, dem Telemanipulator. Die 3D-Kamera liefert ihm präzise Einblicke in den Bauchraum des Patienten. Die Situation erinnert an einen Science-Fiction-Film.

Dr. Roboter als Kollege
Doch der Hightech-Assistent ist längst in den Operationssälen angekommen, die Technik wird laufen verfeinert. Den größten Vorteil hat „Dr. Roboter“ bei komplexen Operationen. „Das mehrarmige Gerät muss von Menschenhand gesteuert werden. Es durchläuft nicht selbstständig ein Computer-Programm“, sagt Professor Albert Tuchmann von der Chirurgischen Gesellschaft.

Der Operateur an der Konsole sieht das Bild aus der Bauchhöhle und näht mit besserer Sicht. Ein weiterer Vorteil ist die Beweglichkeit der Instrumente. Die Bewegung des Arztes wird über das Armesystem auf den Patienten übertragen. „Dr. Roboter“ arbeitet exakt und zeigt nach Stunden noch keine Müdigkeit. Aber nicht nur die Roboter-Medizin ist auf dem Vormarsch, auch bei der Diagnostik tut sich einiges.

Große Fortschritte gibt es bei Krebserkrankungen
Dabei wird der Krebs durch Strahlenbehandlung, Chemo- oder Immuntherapie zurückgedrängt und die Operation in einem viel besseren Stadium durchgeführt, wenn der Tumor kleiner oder weitgehend abgetötet ist. Das hat etwa beim Speiseröhrenkrebs und beim Mastdarmkarzinom die Ergebnisse verbessert.

Wenn von 15. bis 18. August in der Hofburg der Ärztekongress über die Bühne geht, werden 1000 Chirurgen über Fächer wie Magen-Darm-Chirurgie, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Adipositaschirurgie, Brust, Schilddrüse, Unfall usw. diskutieren.

Martina Münzer-Greier
Martina Münzer-Greier
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