„Ich liebe meine Frau.“ So etwas hört man im Fernsehen äußerst selten, und man spitzt deshalb gleich die Ohren. Wer, was, warum? Gefallen sind diese Worte am Montagabend in der „ZiB 2“. Moderator Martin Thür löcherte den grünen Gesundheitsminister Johannes Rauch, der ab 1. August alle symptomfreien Corona-Infizierten an die frische Luft, ins Büro, ins Wirtshaus und in den Supermarkt schickt, solange sie dort Maske tragen.
Viele halten das für fahrlässig bis gemeingefährlich. So auch Rauchs Ehefrau. „Ein Aus für die Quarantäne in Anbetracht der vor der Tür stehenden Herbstwelle und bereits hoher Sommerzahlen ist mit Sicherheit die falsche Entscheidung von Gesundheitsminister Rauch“, hatte Vorarlbergs SPÖ-Chefin Gabriele Sprickler-Falschlunger öffentlich erklärt.
So ist das eben in einer grün-roten Ehe. Da kann es schon sein, dass ER als Juniorpartner die Regierungslinie vertritt, SIE jedoch der Linie ihrer Partei treu bleibt. Vielleicht geht Sprickler-Falschlunger aber auch deshalb so hart mit ihrem Mann ins Gericht, weil sie als praktische Ärztin weiß, wie wichtig Schutzmaßnahmen sind. „Meine Frau hat eine andere Meinung, und das ist auch gut so“, führte Rauch die Befragung nach seiner Liebeserklärung wieder auf eine sachliche Ebene zurück.
Noch besser wäre es gewesen, wenn der Minister auf seine Frau gehört hätte. So bewahrheitet sich am Schluss noch der alte Spruch: Sie hat immer recht und er ist meistens schuld.
















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