„Falsche Entscheidung“

Ehefrau kritisiert Rauchs Quarantäne-Pläne scharf

Politik
26.07.2022 08:51

Bund und Länder haben am Montagnachmittag ein Ende der Quarantäne für Corona-Infizierte diskutiert. Eine endgültige Entscheidung wird am Mittwoch beim Ministerrat erwartet, an einem Aus dürfte wohl aber kein Weg vorbeiführen. Und das bringt dem Gesundheitsminister jetzt massive Kritik ein - auch von seiner eigenen Ehefrau, der Vorarlberger SPÖ-Chefin Gabriele Sprickler-Falschlunger.

„Ein Aus für die Quarantäne in Anbetracht der vor der Tür stehenden Herbstwelle und bereits hoher Sommerzahlen ist mit Sicherheit die falsche Entscheidung von Gesundheitsminister Rauch. Die jetzt schon hohen Infektionszahlen werden durch die Urlaubsrückkehrer und den Schulbeginn nochmals kräftig ansteigen“, so die Frau des Gesundheitsministers in einer Pressemitteilung.

Vorarlbergs SPÖ-Landesvorsitzende Gabi Sprickler-Falschlunger (Bild: Mathis Fotografie)
Vorarlbergs SPÖ-Landesvorsitzende Gabi Sprickler-Falschlunger

Viel Kritik aus Reihen der SPÖ
Mit ihrer Kritik ist Sprickler-Falschlunger nicht alleine - vor allem in SPÖ-regierten Bundesländern sorgt das Vorgehen der Regierung für großen Ärger: So etwa meinte der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): „Ich sehe den Vorstoß der Bundesregierung als Schritt in die falsche Richtung.“ Man müsste sich viel mehr auf die Herbstwelle vorbereiten, denn die Infektionszahlen flachen nicht ab. „Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst mit einer weiteren Welle zu rechnen haben“, so Ludwig verstimmt. Die Stadt Wien orientiere sich an den Empfehlungen der WHO und sei gegen das Aus der Quarantäne, werde die Entscheidung allerdings „zur Kenntnis nehmen“.

Ähnlich wenig Begeisterung war aus dem Burgenland und aus Kärnten zu vernehmen: Nun solle die Verordnung „entgegen mancher Bedenken von Experten und Bundesländern und trotz steigender Infektionszahlen in Kraft gesetzt werden“, erklärte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser. Es handle sich dabei um einen „Strategiewechsel, für dessen Folgen die Bundesregierung die volle Verantwortung übernehmen muss“, etwa wenn es im Herbst bei einer neuen Corona-Welle oder gefährlichen Virusvarianten Probleme bei der Wiedereinführung von Maßnahmen, wie etwa dem Contact Tracing, geben sollte, so Kaiser weiter.

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