Immer mehr ÖBB-Mitarbeiter werden Opfer von gewalttätigen Übergriffen - und diese scheinen auch zunehmend heftig auszufallen. Laut der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) gab es heuer allein bis April bereits 30 Gewalttaten, die für die Opfer im Krankenhaus bzw. in ärztlicher Behandlung endeten.
Die Anfrage der FPÖ zielte unter anderem darauf ab, den Erfolg der Aktion „Gemeinsam.Sicher“, eine Kooperation von Polizei und ÖBB, auf die Probe zu stellen. Gewessler betonte, dass „das Sicherheitsniveau auf den heimischen Bahnhöfen sehr hoch“ sei. Auch sei man um „die Hebung des subjektiven Sicherheitsgefühls“ Passagiere bemüht.
Dennoch musste die grüne Ministerin - wohl nicht zuletzt durch diverse Masken-Streitigkeiten - besorgniserregende Zahlen präsentieren:
Von den über 500 externen Security-Mitarbeitern, die bei den Bundesbahnen beschäftigt sind, wurden 2020 österreichweit 17 angegriffen und verletzt. Im Vorjahr waren es 24, heuer bis Ende April sechs.
Die Sachbeschädigungen in Zügen haben in absoluten Zahlen zwar leicht abgenommen, auch hier ist der angerichtete Gesamtschaden allerdings im Steigen begriffen.
Kostspielig ist für die ÖBB auch der Vandalismus in Bahnhöfen. Seit 2020 sind 1.045 derartige Vorfälle mit einem Schadensbetrag von summa summarun 1,83 Mio. Euro aktenkundig. Mit 915.000 Euro machten die Hälfte dieses Betrags Bahnhöfe in Niederösterreich aus.

















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