Cobra-Einsatz in NÖ

Trotz Waffenverbot: Kriegsmaterial sichergestellt

Niederösterreich
17.03.2026 07:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem spektakulären Cobra-Einsatz im niederösterreichischen Petzenkirchen (Bezirk Melk) sind nun neue Details zum Verdächtigen bekannt geworden: Gegen den amtsbekannten Mann besteht ein Waffenverbot – dennoch sollen sich in seinem Haus Waffen und mutmaßliches Kriegsmaterial befunden haben, die zu dem Großeinsatz geführt hatten.

Am Montagnachmittag war es in dem 1600-Einwohner-Ort zu einem Großeinsatz gekommen. Schwer bewaffnete Polizisten, darunter die Spezialeinheit Cobra, die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) sowie Kräfte der Bereitschaftseinheit und des Landesamts Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE), rückten mit gepanzerten Fahrzeugen an. Das Gebiet rund um das betroffene Objekt wurde großräumig abgesperrt.

Hinweise auf Waffenlager
Auslöser für den Einsatz waren laut Polizeisprecher Johann Baumschlager konkrete Hinweise auf Waffen und mögliches Kriegsmaterial in einem Gebäude. Der Verdächtige wurde zunächst angehalten und in weiterer Folge angezeigt.

Bei einer von der Staatsanwaltschaft St. Pölten angeordneten Hausdurchsuchung stellten die Ermittler mehrere Gegenstände sicher. Diese werden nun genau untersucht – insbesondere, ob es sich tatsächlich um Kriegsmaterial handelt und ob die sichergestellten Waffen funktionsfähig sind.

Keine Gefahr für die Bevölkerung
Trotz des massiven Polizeiaufgebots habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, betonte die Polizei. Die Ermittlungen laufen weiter.

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