18.02.2005 17:01 |

Fettfalle Winter

Lange Abende legen sich auf die Hüften

Die Hose zwickt, der Pulli spannt – leider bestätigt es sich jedes Jahr wieder: Zwischen November und März sammeln sich die meisten Pfunde an. Und nicht selten ist die Überraschung bei denjenigen groß, die bis Frühlingsbeginn ein paar Kilo zunehmen. Wer sich aber erst vor dem nächsten Sommerurlaub wieder um seine Figur und seine Gesundheit kümmert, hat auf Dauer keine Chance, schlank und gesund zu bleiben.
Also, kümmere dich am besten jetzt gleichum deinen Körper - erst recht, weil gerade Fastenzeit ist!Gerade während der dunklen Monate solltest du die gefährlichstenFallen im Auge zu behalten: Süßigkeiten, Alkohol undmangelnde Bewegung, rät die DAK.
 
Verstecktes Fett
Schokolade, Pralinen und Kekse haben gerade im WinterHochkonjunktur. Die süßen Begleiter der langen, dunklenAbende enthalten hauptsächlich zwei Zutaten: Fett und Zucker.Marzipan besteht zu einem Viertel und Schokolade sogar zu einemDrittel aus Fett. Diese Mengen kann der Körper nicht verwerten,sondern lagert sie als Energievorrat ein - in den Fettzellen unterder Haut, an den Hüften und am Bauch. Und gerade im Wintergreifen wir zu Schokolade, weil sie ja angeblich glücklichmacht (was nicht stimmt)!
 
Auch der Zucker macht den süßen Genusszum Problem. Er lässt den Glukosespiegel im Blut innerhalbkürzester Zeit hochschnellen. Die Bauchspeicheldrüsemuss sofort Insulin ausschütten, um den Pegel wieder zu regulieren.Und dadurch sinkt er ebenso schnell wieder ab. Folge: Das Gefühl"Hunger" wird sehr bald wieder gemeldet, oft sogar "Heißhunger".Anders als bei Brot, Kartoffeln, Gemüse und Obst fordertder Körper bei Süßem schnell wieder Nachschub- und damit weitere Kalorien.
 
Eine Kalorienfalle ist auch die Kombination vonKnabbereien und Alkohol. Zusammen sind sie noch hinterhältigerals einzeln: Der Alkohol verhindert, dass das Fett aus Nüssenund Chips abgebaut wird, denn der Körper kann ihn viel einfacherin Glukose umsetzen. Das Fett wandert derweil ohne Umwege in dieFettzellen. Dort bleibt es meistens auch. Vor allem bei denjenigen,für die im Winter das abendliche "Gläschen" Wein oderBier zur Gewohnheit wird.
 
Auch ein Winter, der hauptsächlich aus langenFernsehabenden besteht, ist eine Tortur für Herz, Muskeln,Gelenke - und Gewicht. Sport und Bewegung haben in dieser Zeitim Bewusstsein vieler Menschen kaum noch Platz. Die DAK rät,dieses Thema jetzt nicht ganz fallen zu lassen. Bewegung ist aucheine Sache der Gewohnheit. Der Neueinstieg im Frühling istviel schwieriger, als auch jetzt aktiv zu bleiben. Wer in derDunkelheit nicht mehr joggen, walken oder inlineskaten möchte,kann auf Schwimmbad, Fitnessstudio oder Sportverein ausweichen- oder sich zumindest an den Wochenenden an der frischen Luftbewegen.
Mittwoch, 12. Mai 2021
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