Viktor Sigl, Vorstand der Pierer Mobility AG, über ein neues Schichtmodell für Produktionsmitarbeiter, das ab August eingeführt wird, Überzeugungsarbeit bei Stefan Pierer und Personalsuche im benachbarten Mahle-Werk in Mattighofen, das 2024 schließt.
Bis Ende 2024 wird das Werk in Mattighofen geschlossen, erfuhren letzte Woche die Mitarbeiter von Autozulieferer Mahle. Rasch reagierte Nachbar KTM, der allen 120 Mitarbeitern ein Angebot machen will. Die ersten Weichen sind bereits gestellt, verrät Vorstand Viktor Sigl.
„OÖ Krone“: Herr Sigl, kaum war das endgültige Aus für Mahle in Mattighofen bekannt, habt ihr schon mit der Personal-Offensive begonnen. Hat KTM nur darauf gewartet?
Viktor Sigl: Nein, aber Mahle selbst ist auf uns zugekommen, ob wir hier mithelfen können, um den Mitarbeitern eine Zukunft zu bieten. Deshalb waren wir vorbereitet.
Und gibt’s bereits welche, die das Angebot annehmen?
Es gibt schon Mitarbeiter, die aktiv auf uns zukommen. Andere werden das dort aussitzen, ehe sie sich umschauen, weil sie sonst auf ihre Ansprüche verzichten.
Trotz krisenbedingter Unsicherheit ist der Mitarbeitermangel allgegenwärtig. Wie geht’s KTM damit?
Wir suchen allein 100 Arbeiter. Die Situation ist anhaltend herausfordernd.
Sie wollen mit einem neuen Schichtmodell die Kapazitäten noch besser nutzen. Was verstehen Sie darunter?
Wir prüfen eine Vier-Tage-Woche für die Arbeiter, werden damit nach der Sommerpause beginnen. An den vier Tagen wird länger gearbeitet, dafür gibt’s dann längere Freizeitphasen.
Wie haben Sie da Ihren Chef Stefan Pierer überzeugt, der ja auf die Vier-Tage-Woche allergisch reagiert?
Er sieht’s kritisch, wenn es in Kombination mit Homeoffice ist. Wir haben auch im Angestelltenbereich die Möglichkeit, den Freitag hereinzuarbeiten.















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