Begegnung auf Forstweg

Bären-Alarm: Radfahrer kamen mit Schrecken davon

Tirol
18.07.2022 08:45

Plötzlich stand ein Bär vor ihnen! Pedalritter erlebten am Samstag in Langkampfen (Tirol) bange Momente. Nicht zum ersten Mal tauchte dort „Meister Petz“ auf. Richtiges Verhalten im Ernstfall kann Leben retten!

Schockmoment für drei Radfahrer am Samstagnachmittag im Gemeindegebiet von Langkampfen! Für die Hobbysportler kam es nämlich zu einer Begegnung, auf die sie wohl liebend gerne verzichtet hätten. Ausgerechnet auf einem Forstweg, der - wie es der Zufall so will - den Namen „Bärenbad“ trägt, tauchte während ihrer Radtour bei der Abzweigung zum Höhlenstein-Steig plötzlich ein großer Beutegreifer auf. Das Trio machte sich umgehend aus dem Staub und meldete das furchteinflößende „Zusammentreffen“ sofort bei der Polizei in Wörgl.

Ein Braunbär (Bild: stock.adobe.com)
Ein Braunbär

„Bei den Radfahrern handelt es sich um drei Einheimische – einen 63-jährigen Mann und seine beiden Begleiter“, erklärte ein Beamter der „Tiroler Krone“ und ergänzte: „Einer vor ihnen hatte beim Vorbeifahren den Bären offenbar gar nicht so richtig wahrgenommen. Die drei dürften sich dann schnell entfernt haben.“ Zu Schaden ist zum Glück aber niemand gekommen.

Die Sichtung wurde in weiterer Folge auch der Behörde mitgeteilt. Laut dem Land befand sich „Meister Petz“ rund 20 Meter von den Radfahrern entfernt und trabte definitiv auch auf dem Forstweg umher. Vom Jagdpächter wurde schließlich auch die Polizeiinspektion in Kufstein über den Zwischenfall in Kenntnis gesetzt.

„Meister Petz“ tappte in Fotofalle und riss Schaf
Denn es war nicht das erste Mal, dass ein Bär im Gemeindegebiet von Langkampfen plötzlich aufgetaucht war. Bereits am 14. Juni wurde einer von einer Wildkamera fotografiert und zwei Tage später anhand eines Schafsrisses genetisch bestätigt. Und Ende Juni wurden drei Schafe auf einer Alm in Thiersee gerissen. Auch in diesem Fall bestätigten genetischen Untersuchungen - wie das Land erst kürzlich mitteilte - in der Folge einen Bären als Übeltäter.

Folgende sieben Ratschläge sind auf der Homepage des Landes aufgelistet:

  • Wenn Sie sich unsicher fühlen, machen Sie sich zum Beispiel durch Reden oder Singen bemerkbar.
  • Haben Bären den Menschen einmal als Nahrungslieferanten erkannt, verliert er die Scheu vor menschlichem Geruch. Darum gilt: Füttern Sie nie einen Bären!
  • Wenn Sie einen Bären sehen, versuchen Sie sich ruhig zu verhalten. Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch lautes Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam. Rennen Sie nicht weg und versuchen Sie nicht, sich ihm zu nähern. Versuchen Sie auch keine drohenden Gesten und unkontrollierten Bewegungen zu machen.
  • Wenn Sie ein Bärenjunges entdecken, nähern Sie sich ihm auf keinen Fall! Auch nicht, wenn es verwaist wirkt. Denn die Mutter ist in der Nähe.
  • Wenn Sie Ihren Hund dabei haben, gehört dieser an die Leine. Wenn Ihr nicht angeleinter Hund auf einen Bären trifft, wird er diesen zuerst anbellen und dann bei Ihnen Schutz suchen. So führt er den Bären zu Ihnen.
  • Wenn sich der Bär aufrichtet, ist das keine Drohgebärde. Er tut das, um die Lage zu erkunden.
  • Bären greifen nur an, um sich zu verteidigen, weil sie überrascht oder provoziert wurden. Die meisten Angriffe sind Scheinangriffe. Wenn Sie noch weit von ihm entfernt sind: Legen Sie etwa Kleidung auf den Boden. Der Bär ist neugierig und wird sich vielleicht damit beschäftigen. Wenn der Bär bereits in der Nähe ist, legen Sie sich am besten flach mit dem Bauch auf den Boden. Die Hände halten Sie in den Nacken. Der Bär wird Sie beschnuppern und feststellen, dass Sie keine Gefahr für ihn darstellen.
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