Borealis-Deal

Agrofert nimmt den Kritikern Wind aus den Segeln

Oberösterreich
16.07.2022 14:00

Seit Anfang Juni die geplante Übernahme der Borealis-Stickstoffsparte samt dem Linzer Standort durch Agrofert bekannt wurde, kehrt keine Ruhe ein. Von Agrar-Vertretern bis zur Politik gibt‘s Gegenwind. Nun kontern die kaufwilligen Tschechen den Bedenken.

Agrofert könnte die Produktion einfach abstellen, womit die anderen Firmen im Chemiepark, die bei Abwärme und Entsorgung der Reststoffe zusammenhängen, Probleme bekommen würden. Weshalb Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz, vorschlägt, dass die Chemiepark-Infrastruktur von der Österreichischen Beteiligungs AG gekauft werden soll... Der niederösterreichische Bauernbund zieht mit Anwälten in den „Kampf für mehr Versorgungssicherheit und gegen ein Düngemittelmonopol“... Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger fordert eine genaue Prüfung durch die Kartellbehörden...

Gegenwind: Vertreter der Landwirte warnen vor einem Düngemittelmonopol, die Firmen im Chemiepark zeigen die Abhängigkeit aufgrund der gemeinsamen Infrastruktur auf. (Bild: Pressefoto Scharinger © Daniel Scharinger)
Gegenwind: Vertreter der Landwirte warnen vor einem Düngemittelmonopol, die Firmen im Chemiepark zeigen die Abhängigkeit aufgrund der gemeinsamen Infrastruktur auf.

Bedenken, Sorgen, Angriffe - mit ständigen Spitzen sieht sich die Agrofert-Gruppe konfrontiert, seit bekannt ist, dass die Tschechen die Stickstoffsparte samt der Düngemittelproduktion der Borealis kaufen wollen. 810 Millionen Euro will die Firma dafür hinblättern. Allein in Linz sind von der geplanten Übernahme 700 Mitarbeiter betroffen.

„Wollen die Produktion in Linz entwickeln“
Wie nimmt Agrofert auf, dass der geplante Deal, der von der EU-Kommission geprüft wird, auf so wenig Gegenliebe stößt? „Wir verstehen die Unsicherheit, die einige haben, aber wir wollen uns mit den Vertretern der Landwirte und Behörden treffen, diskutieren und deren Bedenken ansprechen“, betont Agrofert-Sprecher Pavel Hermansky. Die Zukunftsängste für den Standort Linz kann er nicht nachvollziehen: „Düngemittel ist eines unserer Schlüsselgeschäfte. Wir wollen die Produktion in Linz erhalten und entwickeln und ein guter und verlässlicher Partner sein.“

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