Messe als Wärmehalle?

Stadt Wien wälzt Pläne für die große Gaskrise

Wien
14.07.2022 06:00

Niemand soll im Winter frieren. Das ist derzeit das große Ziel in Europa und auch in Österreich. Doch was passiert, wenn es jetzt wirklich zu einem vollständigen Gasstopp kommen sollte? Wie gut ist Wien derzeit darauf vorbereitet? Einige Vorschläge gibt es, nur verraten werden sie noch nicht.

Während bei unseren deutschen Nachbarn in vielen Städten und Gemeinden schon konkrete Notfallpläne gewälzt werden, läuft in Wien gerade erst die Gesamterhebung an, wie es von der Magistratsdirektion heißt. Danach werden die Vorschläge evaluiert und ein Maßnahmenplan erstellt - der, je nach Notwendigkeit, im Spätherbst bzw. Winter umgesetzt werden kann. Klar ist schon jetzt: Private Haushalte und die kritische Infrastruktur der Stadt werden am längsten versorgt.

Wegen der jüngsten Entwicklungen und Ausrufung von Alarmstufen ist die Baudirektion vom Krisenstab der Stadt Wien vorige Woche beauftragt worden, für eventuelle Gasembargos eine Gesamterhebung über mögliche Handlungsspielräume durchzuführen und entsprechende Vorschläge darzulegen. Zu den konkreten Vorschlägen herrscht derzeit allerdings noch Stillschweigen.

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Wir übererfüllen gegenwärtig mit unseren Gasspeichern bereits die EU-Vorgaben und sorgen vor.

Wiener Stadtwerke

Messehalle als Wärmehalle für Arme?
Eine Notmaßnahme könnte sein, die Messehalle im zweiten Bezirk als beheizte Notunterkunft für ältere Menschen und Geringverdiener vorzubereiten. Damit sich Betroffene, die sich das Heizen nicht mehr leisten können, aufwärmen können. Schon während der Corona-Pandemie wurde hier ein Betreuungszentrum für infizierte Personen eingerichtet (Bild unten), auch als Notquartier war die Halle bereits im Einsatz. Um Energie zu sparen, könnten im Winter aber auch die Hallenbäder geschlossen werden. Vor allem die Beckenbeheizungen benötigen enorm viel Energie.

Mutige Prognose
Auch die Heizschwammerln in den Außenschanigärten und die beliebte Weihnachtsbeleuchtung in den Einkaufsstraßen würde es wegen des hohen Energieverbrauchs im Gasnotfall wohl treffen. Auf „Krone“-Anfrage beteuern sowohl Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) als auch die Wiener Stadtwerke, dass selbst wenn alle Lieferungen aus Russland gestoppt werden würden, die Vorräte in den Gasspeichern und die übrigen Gaslieferungen ausreichen würden. Eine mutige Prognose.

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Die Versorgung mit Erdgas und Wärme ist aktuell sichergestellt, dennoch ist die Situation derzeit eine angespannte.

Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ)

Heizen ist bei den Temperaturen zwar aktuell - noch - kein Thema, aber doch lässt sich schon jetzt mit ein paar Tipps eine beachtliche Menge an Energie einsparen:

Nach dem Sommer beginnt jedenfalls die Zeit, in der der Energieverbrauch ansteigt. 

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