Heute gibt’s die Zeugnisse. Und die erhalten die fast 70.000 Schüler endlich wieder ohne Maske. Diese hat das vergangene Schuljahr dominiert.
Ein turbulentes Jahr geht heute für 67.138 Kärntner Schüler zu Ende. Jetzt heißt es erst einmal ausspannen, bis am 11. September die Schultore wieder aufgehen.
Corona dominierte Schulalltag
Und viele werden die Sommerferien schon herbeigesehnt haben, denn Corona hat auch im abgelaufenen Jahr den Schulalltag nicht gerade einfach gemacht. Die Schutzmaske durfte auch in den Klassenzimmern nicht abgelegt werden. Monatelang mussten die Kinder und Jugendlichen dreimal pro Woche getestet werden. „Insgesamt gab es 3,8 Millionen Tests, davon 1,6 Millionen PCR-Tests“, bilanziert Bildungsdirektorin Isabella Penz. „Im Schnitt machte jeder Schüller 51 PCR-Tests und 160 Antigen-Tests.“ Dabei gab es 8596 positive PCR-Tests und 8926 positive Antigen-Tests. Nur in vier von 356 Schulen gab es keinen coronaerkrankten Schüler. Fünf Lehrer haben wegen Corona sogar gekündigt.
Um den ganzen Aufwand bewältigen zu können, hatte die Bildungsdirektion vier Mitarbeiter eigens für das Virus abgestellt.
Ab dem Schuljahr 22/23 gibt es mit „Digitaler Grundbildung“ einen neuen Gegenstand. Der wird in den ersten drei Klassen der AHS-Unterstufe bzw. Mittelschule unterrichtet. Schüler sollen dabei lernen, sich in der digitalen Welt zu bewegen.
451 Schüler im Home-Schooling
Weil einige Eltern die Coronamaßnahmen nicht mittragen wollten, wurden 451 Schüler zu Hause unterrichtet. „272 von ihnen haben zuletzt die Prüfungen abgelegt“, sagt Penz. „Das Positive an Corona ist, dass wir im digitalen Bereich stark aufgeholt haben. Die Sicherheit und Planbarkeit sind aber verloren gegangen.“ Auch das schulische Niveau habe gelitten, obwohl die zusätzlich eingeführten Förderstunden gut besucht worden seien. Distance Learning und Home-Schooling hätten die Schüler psychisch belastet. Das habe zur Folge gehabt, dass viele auf zusätzliche Hilfe von außen angewiesen seien. Doch nicht alle Eltern könnten sich teure Zusatzstunden leisten.
Die Arbeiterkammer bietet gratis Nachhilfe an, auch das Rote Kreuz und die Lern-Cafés der Caritas. Der Nachhilfebedarf bei Volksschulkindern ist in den vergangenen fünf Jahren von fünf auf 16 Prozent gestiegen
Isabella Penz, Bildungsdirektorin
Gratis Nachhilfe
Kostenlose Nachhilfe sei deshalb wichtig. „Die Arbeiterkammer bietet gratis Nachhilfe an, auch das Rote Kreuz und die Lern-Cafés der Caritas. Der Nachhilfebedarf bei Volksschulkindern ist in den vergangenen fünf Jahren von fünf auf 16 Prozent gestiegen“, so Penz. Deshalb werde auch das Angebot der Sommerschulen gern angenommen. Bei den Anmeldungen habe man einen Anstieg von 2150 auf 2401 Teilnehmer verzeichnet. An 62 Schulstandorten werde die Sommerschule im August für zwei Wochen angeboten. „Die schulischen Defizite sollen behoben werden. Erstmals wird auch Englisch offeriert“, erzählt Penz.















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