Kollabiert Gasmarkt?
Habeck: Teurer Winter kann Monatseinkommen kosten
In Europa wächst die Sorge vor einem Kollaps des Gasmarktes. Die Preise schnellen in die Höhe, überall werden Notfallpläne geschmiedet und alternative Energiequellen gesucht, um nicht mehr so abhängig zu sein vom russischen Erdgas. Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck gibt sich weiterhin zuversichtlich und beruhigt: Die Gasversorgung werde sichergestellt. Allerdings stellt er die Bevölkerung auf einen extrem teuren Winter ein.
Die Preiserhöhungen im Herbst und Winter 2022/23 würden pro Haushalt „im vierstelligen Bereich liegen. Und das kann dann eben auch mal ein Monatseinkommen für eine Familie sein.“ Sparen bleibt nach Ansicht des Grünen-Politikers daher das Gebot der Stunde.
Um angesichts der Drosselung russischer Lieferungen Gas einzusparen, soll auch weniger Gas zur Stromproduktion genutzt werden - stattdessen sollen wieder mehr Kohlekraftwerke zum Einsatz kommen. Der Bundestag will dazu voraussichtlich am späten Donnerstagabend über entsprechende Gesetzesänderungen abstimmen.
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Mit Blick auf einen drohenden Totalausfall russischer Gaslieferungen betonte Habeck am Mittwochabend im ZDF: „Wir sind nicht nur passiv. Wir müssen nicht staunend danebenstehen, was da passiert.“ Es sei schließlich auch gelungen, trotz um 60 Prozent abgesenkter Gaslieferungen die Versorgungssicherheit in Deutschland aufrechtzuerhalten.
Im Gegensatz zu Österreich, wo nach wie vor die Frühwarnstufe im dreistufigen Gas-Notfallplan gilt, hat Deutschland bereits vor zwei Wochen die Alarmstufe ausgerufen. „Die Lage ist ernst“, erklärte Habeck damals. Die Drosselung der Gaslieferungen sah er als „ökonomischen Angriff auf uns“.













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