Bei Razzia befreit

Sekte hielt in Nigeria 77 Gläubige in Keller fest

Ausland
05.07.2022 19:15

In Nigeria hat die Polizei bei einer Razzia 77 Menschen, darunter Kinder und Jugendliche, befreit. Sie waren - zum Teil schon seit mehreren Monaten - in einem Keller einer Kirche im südwestlichen Bundesstaat Ondo eingesperrt gewesen. Ein Polizeisprecher sagte, vielen von ihnen sei erklärt worden, sie sollten im April mit der „Wiederkunft Jesu Christi“ rechnen, später sei diese dann auf September verschoben worden.

Die christliche Sekte soll ihre Anhänger zum Teil ein Jahr lang in dem Gotteshaus festgehalten haben. Zum Teil seien die Gläubigen auch freiwillig geblieben und ließen sich deshalb sogar von ihren Ehepartnern scheiden, berichtete die BBC. Andere wurden gegen ihren Willen festgehalten, ihre besorgten Familienangehörigen gewaltsam vertrieben.

Der Polizeieinsatz am Freitag fand statt, nachdem sich eine Mutter beschwert hatte, dass ihre Kinder vermisst werden. Die Frau nahm an, dass sich diese in der Kirche aufhalten. Die Behörden untersuchen nach der Razzia in der „Whole Bible Believers Church“ in Ondo Town im Südwesten des Landes, ob es sich beim Festhalten der Menschen um eine Massenentführung handelt.

Pastor und Stellvertreter wurden festgenommen
Der Pastor der Pfarrgemeinde, David Anifowoshe, sowie sein Stellvertreter wurden festgenommen, gegen sie wird ermittelt. Die im Zuge des Einsatzes befreiten Opfer wurden in die Obhut der Behörden übergeben. Nigeria ist ein tief religiöses Land - Geistliche halten dort immer wieder Menschen fest.

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