04.07.2022 09:55 |

Nach neuer Einnahme

Russische Truppen rücken um Slowjansk vor

Nachdem russische Truppen die einstige Großstadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine eingenommen hatten, rücken sie bereits auf das nächste Ziel vor. Der Ballungsraum um Slowjansk soll erobert werden. Abgesehen davon gibt es laut ukrainischen Angaben derzeit keine nennenswerten Truppenbewegungen.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„In Richtung Slowsjansk versuchen die Russen, die Kontrolle über die Ortschaften Bohorodytschne, Dolyna und Masaniwka herzustellen“, sagte der ukrainische Generalstab am Montag. Diese drei Ortschaften liegen weniger als 20 Kilometer im Norden und Nordosten von Slowjansk. Den Fluss in der Region soll das russische Militär von Osten her ebenfalls überquert haben. Die Soldaten und Soldatinnen würden versuchen, die ukrainischen Kräfte auf eine neue Verteidigungslinie zwischen Siwersk, Soledar und Bachmut zurückzudrängen, heißt es in dem Lagebericht. Diese drei Städte liegen etwa 30 bis 40 Kilometer östlich vom Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk, der das Hauptquartier des ukrainischen Militärs im Donbass ist.

Keine nennenswerten Bewegungen um Charkiw
An anderen Frontabschnitten, beispielsweise im Norden um die Millionenstadt Charkiw und im Süden in Schwarzmeerregionen, sollen die russischen Truppen derzeit trotz schwerer Artilleriegefechte kaum vorankommen. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Erst am Sonntag hatte Russland - wie berichtet - nach wochenlangen Kämpfen erklärt, die Stadt Lyssytschansk eingenommen zu haben. Die Ukraine bestätigte am Abend, dass sich ihre dortigen Truppen zurückziehen würden. Laut dem Gouverneur der Region, Serhij Hajdaj, leben nur mehr wenige tausend Menschen in der Stadt. Vor Kriegsbeginn waren es mehr als 100.000. 60 Prozent der Wohnhäuser und 90 Prozent der Infrastruktur seien zerstört.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).