23.06.2022 13:05 |

Stimmungstest

Mehrheit der Österreicher vertraut Bürgermeistern

56 Prozent der Bevölkerung vertrauen laut einer neuen Umfrage ihrem Bürgermeister. Damit ist das Vertrauen in die Ortschefs zwar leicht gesunken, aber immer noch sehr hoch, sagte Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, am Donnerstag. 

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Der Gemeindebund hat im Vorfeld des Gemeindetages am 29. und 30. Juni eine Studie zu den Themen Vertrauen in die Politik, Ukraine-Hilfe und Stimmung in den Gemeinden in Auftrag gegeben.

Zusammenhalt in Gemeinde seit Pandemie nicht verbessert
Insgesamt wurden zwischen 8. und 13. Juni rund 1700 Personen in ganz Österreich befragt. Zwölf Prozent gaben an, der Zusammenhalt in ihrer Gemeinde habe sich seit Pandemiebeginn verbessert. Im Dezember vergangen Jahres waren lediglich sieben Prozent dieser Meinung. 27 Prozent gaben jedoch auch an, der Umgang sei schroffer geworden (-10 Prozentpunkte im Vergleich zu Dezember 2021). 56 Prozent der Befragten waren zufrieden mit ihrem Bürgermeister. Das ist weniger als im Februar 2021 und im April 2020 (beide Male 61 Prozent), jedoch mehr als vor der Pandemie im Dezember 2018 (52 Prozent).

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Die Ergebnisse zeigen mehr als deutlich, wie wichtig die Gemeinden in der Lebensrealität der Menschen sind. Die große Zufriedenheit mit unseren Leistungen und das weiterhin hohe Vertrauen in unsere Arbeit sind ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Gemeindeebene immer wichtiger für die Menschen in unserem Land wird.

Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes

Auf die Frage, ob sie am ehesten der Gemeinde-, Landes-, Bundes-oder EU-Politik vertrauen würden, sprachen sich 42 Prozent für ihre Gemeinde aus. 19 Prozent würden der Landespolitik am ehesten vertrauen, zehn der EU-Politik und lediglich sieben Prozent am ehesten der Bundespolitik.

82 Prozent der befragten Personen vertrauen der Politik und Parteien „weniger“ oder „überhaupt nicht“, in die gegenseitige Hilfsbereitschaft in ihrer Heimatgemeinde vertrauen hingegen 67 Prozent.

Unterstützung für Ukrainer
Abgefragt wurde auch die Unterstützung für Vertriebene aus der Ukraine. 62 Prozent der Menschen waren der Ansicht, die Unterbringung der Geflohenen funktioniere gut. Beim Ausbau alternativer Energieträger sahen 51 Prozent noch Handlungsbedarf.

Gemeindetag am 29. und 30. Juni
Beim 68. Gemeindetag in Wels am 29. und 30. Juni werden rund 2000 Gemeindevertreter erwartet. Neben Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) werden auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und einige weitere Regierungsmitglieder an der Veranstaltung teilnehmen. Neben den Themen Kinderbetreuung und Hilfe für die Ukraine möchte Riedl aber auch über Transparenz sprechen. Hier würden die Gemeinden oftmals als „Bremser“ dargestellt werden. „Klar ist: wir sind nicht intransparent. Wir wollen nur keine überbordende Bürokratie“, betonte Riedl.

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